In beiden Parlamentskammern - Ex-Guerilla-Kämpfer Ende November in Stichwahl um Präsidentenamt
Montevideo - Die Partei des früheren Guerilla-Kämpfers
Jose Mujica hat in beiden Parlamentskammern von Uruguay die absolute
Mehrheit der Mandate errungen. Wie aus dem am Sonntag vom Wahlgericht
in Montevideo veröffentlichten Ergebnis der Wahl vom 25. Oktober
hervorgeht, stellt die Breite Front im künftigen Abgeordnetenhaus 50
von 99 Volksvertretern, im Senat 16 von 30. Die neoliberale
Nationalpartei (PN) bekommt 30 Abgeordnetenmandate und neun
Senatorenposten.
Mujica ging als Erstplatzierter aus der gleichzeitig abgehaltenen
Präsidentschaftswahl hervor, erhielt aber mit 47,5 Prozent der
Stimmen nicht die absolute Mehrheit und muss daher am 29. November in
die Stichwahl gegen Luis Alberto Lacalle von der PN. Auf Lacalle, der
1990 bis 1995 Staatschef war, entfielen 28,5 Prozent der Stimmen. In
der Stichwahl kann er mit einem höheren Stimmenanteil rechnen, da der
Drittplatzierte Pedro Bordaberry mit einem Stimmenanteil von 16,7
Prozent der Stimmen auf seiner Seite steht. (APA)