Nächster Krimi mit Happy End

31. Oktober 2009, 23:47
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Wie schon beim Sieg gegen Slo­wenien startete Österreichs Team auch gegen die Schweiz erfolg­reiche Aufholjagd und kam zu 26:24-Erfolg

Linz - Auch das zweite Match des österreichischen Handball-Nationalteams der Männer beim Vier-Nationen-Turnier in Linz war ein Thriller. Und wie gegen Slowenien (33:31) endete auch die Partie am Samstag gegen die Schweiz mit einem Happy End für die Nationalmannschaft, die 26:24 (11:15) gewann und damit bereits vor dem abschließendem Match am Sonntag gegen die Ukraine den Turniersieg sicher hat.

Am Freitag gegen die Slowenen war die Truppe von Teamchef Dagur Sigurdsson zwischenzeitlich mit neun Toren zurückgelegen. Und auch gegen die Schweizer liefen die Österreicher lange Zeit einem Rückstand von bis zu vier Treffern nach.

Die Schweizer, die als einziger der vier Turnierteilnehmer die EURO-Quali nicht geschafft haben, präsentierten sich von Anpfiff weg als harter und unangenehmer Brocken. Die junge Truppe der Eidgenossen war bis in die Haarspitzen motiviert, zeigte sich kompakt und spritzig. Und die "Nati" spielte vor allem stark in der Defensive.

Die Österreicher kamen mit der offensiv ausgerichteten und aggressiven Abwehr der Gäste überhaupt nicht zurecht, zudem entnervte Schweiz-Goalie Pascal Stauber die Sigurdsson-Truppe zunehmend. Im Tor der Österreicher suchte Nikola Marinovic in den ersten 30 Minuten neuerlich vergeblich seine Hochform. Und so ging die ÖHB-Auswahl wie auch 24 Stunden davor gegen Slowenien mit einem Rückstand von vier Treffern in die Pause (11:15).

Die 2.500 Fans hofften natürlich auf ein ähnliches Spektakel wie bei der Aufholjagd gegen die Slowenen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Schweiz-Legionär Bernd Friede brachte Österreich mit einem Doppelpack erstmals wieder auf ein Tor heran (17:18/41. Minute), zwei verwandelte Siebenmeter von Konrad Wilczynski bedeuteten den Ausgleich zum 19:19 (43.) und die Führung zum 20:19 (46.).

In der entscheidenden Phase zeigte sich dann auch Marinovic als starker Rückhalt und Wilczynski behielt von der Siebenmeterlinie die Nerven. Am Ende wurde es wie gegen Slowenien noch ein Erfolg mit zwei Toren Differenz. Zum Spiel gegen die Ukraine am Sonntag haben alle Zuschauer freien Eintritt.   (APA) 

Stimmen:

Dagur Sigurdsson (Teamchef Österreich): "Das war ein sehr gutes Handball-Spiel, in dem beide Mannschaften gewinnen hätten können. Der Knackpunkt war, dass wir in der zweiten Spielhälfte mehr Kompaktheit und mehr Zusammenspiel gezeigt haben und auf eine offensivere Deckung umgestellt haben. Die Zusammenarbeit zwischen der Mannschaft und den Fans hier in Linz läuft schon sehr gut."

Patrick Fölser (Teamspieler Österreich): "Diese schwachen Anfangsphasen müssen wir unbedingt abstellen. Vor der Pause haben wir kein Konzept gegen die Schweizer gefunden. Gegen die Ukraine wollen wir über 60 Minuten gut in der Abwehr und gut im Angriff spielen."

Goran Perkovac (Teamchef Schweiz): "Österreich hat guten Handball gezeigt und wie im ersten Match gegen Slowenien nie aufgegeben. Aber auch meine Mannschaft hat gut gespielt, ich bin zufrieden mit der Leistung. Aber in der entscheidenden Phase haben wir zu viele hundertprozentige Chancen vergeben."

ERGEBNISSE vom Handball-Vier-Nationen-Turnier der Männer (Interwetten Cup) in der Intersport Arena Linz:

Österreich - Schweiz 26:24 (11:15); SR Canbro/Claesson (SWE), 2.500 Zuschauer

Tore: Wilczynski 7/5, Fölser 5, Mayer 3, Szilagyi 3, Friede 3, Weber 2, Knauth 1, Günther 1, Schlinger 1 bzw. Schmid 8/1, Graubner 6, Wukelic 4, Liniger 2/2, Oltmanns 2, Hess 1, Kurth 1

Slowenien - Ukraine 41:27 (22:12)

Freitag: Österreich - Slowenien 33:31 (13:17), Ukraine - Schweiz 28:29 (12:13)

Tabelle:

 1. Österreich      2    2 0 0  59:55    4
2. Slowenien 2 1 0 1 72:60 2
3. Schweiz 2 1 0 1 53:54 2
4. Ukraine 2 0 0 2 55:70 0

Bei Punktgleichheit zählt das direkte Duell.

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