Vor Schweden 1981 auf Grund gelaufenes Sowjet-U-Boot plante Sprengung

31. Oktober 2009, 20:37
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Ehemaliger Polit-Offizier in neuem Buch: Atom-Torpedos hätten davor entschärft und weggeschossen werden sollen

Stockholm - Die Besatzung des während des Kalten Krieges an der südschwedischen Küste bei Karlskrona auf Grund gelaufenen, sowjetischen U 137 hat damals die eigene Sprengung vorbereitet. Diese Behauptung stellt der damalige Vize-Kapitän und politische Offizier des mit Atomraketen bestückten Sowjet-U-Bootes, Wasilij Besedin, in einem schwedischen Verlag erschienenen Buch auf.

Besedin schreibt in dem Buch, Moskau habe für den Fall eines schwedischen Angriffs die Selbstzerstörung des U-Bootes angeordnet. Die Mannschaft wäre dabei ums Leben gekommen. Die laut Besedin an Bord befindlichen Torpedos mit Atomsprengköpfen hätten zuvor unschädlich gemacht und in ausreichende Entfernung ins Leere geschossen werden sollen.

Der ehemalige Marineoffizier, der laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT heute als Pensionist in der russischen Exklave Kaliningrad lebt, will mit dem Buch vor allem die Basis für einen möglichen Filmstoff über die damaligen Ereignisse liefern. Der Zwischenfall im Oktober 1981 machte weltweit Schlagzeilen. Unklar ist noch, ob das Buch auch auf Russisch erscheinen wird. (APA)

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