Dalai Lama verwundert über Pekings an Indien-Reise

31. Oktober 2009, 18:21
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Oberhaupt der Tibeter will Unionsstaat Arunachal Pradesh besuchen

Tokio - Gegen Kritik aus China hat der Dalai Lama seine geplante Reise in den indischen Unionsstaat Arunachal Pradesh verteidigt, den Peking teilweise für sich beansprucht. Er sei von den chinesischen Einwänden gegen seinen Besuch am 8. November "überrascht" gewesen, da China nach dem Grenzkrieg 1962 mit Indien einen einseitigen Waffenstillstand verkündet und seine Truppen aus dem Gebiet abgezogen habe, sagte das Oberhaupt der Tibeter im indischen Exil am Samstag in Tokio. Der Dalai Lama, der im indischen Exil lebt, lobte zugleich die indische Demokratie und kritisierte die Ein-Parteien-Herrschaft in China.

Der nordostindische Unionsstaat Arunachal Pradesh grenzt im Norden an Tibet. Obwohl China und Indien im Jahr 2003 einen Dialog über ihre Grenzen in Gang gesetzt haben, schwelt der Streit um den Unionsstaat weiter. China erhebt Anspruch auf rund 90.000 Quadratkilometer von Arunachal Pradesh. Indien beschuldigt dagegen China, ein rund 38.000 Quadratkilometer großes Landstück in Kaschmir besetzt zu halten. (APA)

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