Hoffnung auf Ende rassistischer Diskriminierung schwindet

31. Oktober 2009, 18:19
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Umfrage zeigt Desillusionierung neun Monate nach Obamas Amtsantritt

Chicago - Obwohl mit Barack Obama erstmals ein schwarzer Präsident an der Spitze des Staates steht, lässt in den USA die Hoffnung auf ein Ende der Rassendiskriminierung nach. Während unmittelbar nach seiner Wahl vor einem Jahr mit 67 Prozent der US-Bürger so viele Menschen wie nie zuvor an ein besseres Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen glaubten, sind es laut einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup heute noch 56 Prozent.

Das Ergebnis liegt damit lediglich einen Prozentpunkt über dem Wert von 1963, als die Bürgerrechtsbewegung in den USA in vollem Gange war. "Trotz allem, was sich im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte ereignet hat, gibt es heute eine kaum größere Hoffnung auf eine Lösung für die Beziehungen zwischen den Rassen", erklärte das Institut Gallup, das für die Erhebung Mitte Oktober mehr als 1.500 Menschen befragt hatte.

Vor allem bei den schwarzen Bürgern macht sich der Umfrage zufolge Desillusion breit: Von ihnen glauben derzeit nur 42 Prozent an ein Ende der Diskriminierung. Als sich Obama im Sommer 2008 die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten sicherte, war es jeder Zweite. Im Dezember 1963, wenige Monate nach dem Marsch auf Washington des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King, lag der Wert bei 70 Prozent. (APA)

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