Topscorer Ivanschitz

31. Oktober 2009, 21:22
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Mainz-Österreicher weiter in Hochform und nach Treffer bei 3:3 gegen Meister Wolfsburg nun auch Spitzenreiter in der Scorerliste

Wolfsburg - Andreas Ivanschitz hat seine Hochform auch in der 11. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der 26-Jährige erzielte beim 3:3-Auswärtsremis des FSV Mainz 05 gegen den Meister VfL Wolfsburg mit einem direkt verwandelten Freistoß den Ausgleich zum 2:2 und bereitete zudem den ersten Treffer der stark spielenden Gäste vor.

Der Österreicher schraubte seine Bilanz auf sechs Treffer und ebensoviele Assists. Ivanschitz liegt damit hinter Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), der sieben Goals auf dem Konto hat, auf Platz zwei der Torschützenliste. Die inoffizielle Scorerwertung führt der Österreicher an.

Die Mainzer lagen in Wolfsburg nach zwei Toren von Obafemi Martins (7., 20.) schnell mit 0:2 zurück, ließen sich davon aber nicht beirren und schafften noch vor der Pause dank der österreichischen hängenden Spitze die Wende. Zuerst flankte er in der 35. Minute ideal auf Chadli Amri, der mustergültig zum 1:2 abschloss, sechs Minuten später versenkte der Ex-Rapidler, der in der 74. Minute wegen Kritik auch die Gelbe Karte sah, einen Freistoß aus 23 Metern im Kreuzeck.

Nach der Pause legte der Titelverteidiger neuerlich durch einen Treffer von Zvjezdan Misimovic (64.) vor, Tim Hoogland rettete den Mainzern mit einem schönen Treffer in der Schlussphase (85.) aber noch einen schlussendlich verdienten Punktgewinn. Beide Mannschaften liegen mit je 18 Punkten in der Tabelle auf den Rängen sechs (Wolfsburg) und sieben (Mainz).

Bayer Leverkusen bleibt weiter ungeschlagen, die Werkself (23 Punkte) holte auswärts gegen Schalke 04 vor 61.673 Zuschauern ein 2:2-Unentschieden und liegt damit einen Punkt vor Werder Bremen und dem Hamburger SV (beide 22) an der Tabellenspitze. Schalke ist mit 21 Zählern Vierter.

Für den Tabellenführer wäre aber aufgrund einer 2:0-Pausenführung durch Tore von Toni Kroos (29.) und Stefan Kießling (44.) deutlich mehr möglich gewesen. Kevin Kuranyi (83.) und Ur Vicente Sanchez (88.) sicherten den Gelsenkirchnern aber in der Schlussphase noch einen verdienten Punktgewinn. Leverkusen-Stürmer Kießling übernahm mit seinem siebenten Saisontreffer die Führung in der Schützenliste vor Ivanschitz und wurde auch von Nationaltrainer Joachim Löw belohnt. "Kießling wird bei den Länderspielen gegen Chile (14. November) und die Elfenbeinküste (18. November) dabei sein. Ich sehe ihn wirklich gut, er geht weite Wege."

Patzer der Favoriten

Bremen schaffte auswärts bei Nachzügler 1. FC Nürnberg gerade noch ein 2:2-Remis, Aaaron Hunt (71., 93.) rettete Werder erst mit einem Doppelpack vor einer Niederlage. Die Elf von Chefcoach Thomas Schaaf, bei der Sebastian Prödl noch nicht dabei war, ist damit schon 17 Pflichtspiele ungeschlagen.

Schlechter erging es dem Hamburger SV, der im eigenen Stadion gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:3 verlor. Piotr Trochowski (13.) und Ze Roberto (47.) hatten den Gegner von Rapid in der Europa League zweimal in Front gebracht, Dante (76.) und Rob Friend (82.) machten aber noch die Sensation perfekt. Bremen und der HSV halten jeweils bei 22 Zählern. Bayern München musste sich beim schwächelnden VfB Stuttgart mit einem torlosen Remis begnügen. (APA/red)

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    Signalfarben oder nicht, Andreas Ivanschitz kann in der deutschen Bundesliga nicht übersehen werden.

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