Bush warnt vor erneuter "brutaler Tyrannei" der Taliban

31. Oktober 2009, 09:38
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Ex-Präsident sprach bei Konferenz in der indischen Hauptstadt Neu Delhi

Neu Delhi - Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat sich in die Debatte um den Afghanistan-Einsatz eingeschaltet. Es sei entscheidend für die Stabilität in der Region und weltweit, dass der Kampf gegen die Taliban gewonnen werde, sagte Bush am Samstag auf einer Konferenz in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Eine Niederlage würde "ernsthafte Bedrohungen" mit sich bringen.

"Wenn es zugelassen würde, dass die Taliban, die Al Kaida und ihre extremistischen Verbündeten wieder die Macht in Afghanistan ergreifen, hätten sie einen sicheren Rückzugsort und für die afghanische Bevölkerung, insbesondere für die afghanischen Frauen, würde es die Rückkehr zu einer brutalen Tyrannei bedeuten", warnte Bush.

Die Extremisten hassten "unsere Vision von Freiheit und Menschenrechten und Menschenwürde und Wohlstand und Frieden", sagte Bush vor den Konferenzteilnehmern. Am Freitag war er vom indischen Regierungschef Manmohan Singh empfangen worden, der Bush als "großen Freund" Indiens bezeichnete. Der frühere US-Präsident hob hervor, beide Länder führten einen "ideologischen Kampf gegen Extremisten, die Unschuldige töten, um eine dunkle Vision von Extremismus und Kontrolle voranzutreiben".

Über seinen Nachfolger Barack Obama sagte Bush, dieser sei nicht seine "erste Wahl" gewesen, "aber ich wünsche ihm allen Erfolg und ich werde nicht viel Zeit darauf verwenden, ihn zu kritisieren". Kritiker habe Obama schließlich genügend. Obama prüft derzeit eine weitere deutliche Truppenaufstockung in Afghanistan. Dabei wächst der Druck auf ihn, schnell eine Entscheidung zu fällen. (APA/AFP)

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