Skylink: Entscheidung über weitere Vergaben

30. Oktober 2009, 18:51
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Generalunternehmer wahrscheinlich, Ortner fix

Wien - Der Wiener Flughafen, der mit der Einzelvergabe von Aufträgen beim Terminal Skylink total überfordert war, entscheidet demnächst, ob nicht doch ein Generalunternehmer bestellt wird, unter dessen Obhut das Milliardenprojekt fertiggestellt wird. Nach dem Baustopp im Juni ruht die Großbaustelle, im Februar soll weitergebaut werden. Wieder fix mit dabei ist einer der wichtigsten Gewerke, die (auch planende) Haustechnik-Firma Ortner. Mit Ortner und dessen Partner habe man sich auf ein Auftragsvolumen von rund 100 Mio. Euro verständigt.

Noch keine Entscheidung ist über die Vergabe der Retailflächen gefallen. Professor Peter Schnedlitz von der Wiener Wirtschaftsuniversität meint im STANDARD-Gespräch, dass der Airport größere Verkaufsflächen und ein breites Angebot (nicht nur Nobelmarken) bieten sollte. Mit innovativen Ideen sollten die Passagiere neugierig gemacht werden. Das jedenfalls sei der internationale Trend. Angesichts sinkender Gebühren im Fluggeschäft würde der so genannte Non-Avation-Bereich immer bedeutender, so Schnedlitz. Jene Handels- und Gastrobetriebe, die noch unter Ex-Vorstand Christian Domany angeboten haben, warten auf eine Erklärung des Flughafens.

Kein Zuschlag

Leer ausgegangen ist der Wiener Airport im Bieterverfahren um den künftigen Betreiber des Flughafens St. Petersburg. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat den Zuschlag für Ausbau und Betrieb des Flughafens Pulkovo erhalten. Fraport gehört mit 35,5 Prozent dem Konsortium "Northern Capital Gateway" an, zu dem noch die VTB Bank und der griechische Baukonzern Copelouzos zählen. Der Konzessionsvertrag läuft über 30 Jahre. Den Flughafenbetrieb wird Fraport zum 1.April2010 übernehmen. Insgesamt sollen 1,4 Mrd. Euro investiert werden. Der St.Petersburger Flughafen fertigt jährlich rund sieben Mio. Passagiere ab und ist die Nummer vier in Russland nach den drei Moskauer Airports. Wien zählte im Halbjahr rund acht Mio. Gäste.  (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.10./1.11.2009)

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