"Dschungelfrau" verweigert Nahrungsaufnahme

30. Oktober 2009, 15:11
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Die 2007 wieder aufgetauchte Frau lebte 19 Jahre im Dschungel, wohin sie noch immer zu flüchten versucht

Phnom Penh - Weil sie die Nahrungsaufnahme verweigert, ist die kambodschanische "Dschungelfrau" Rochom P'ngieng vorübergehend ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Sie weigert sich seit einem Monat, Reis zu essen. Sie ist total abgemagert", berichtete ihr Vater Sal Lou am Freitag. "Sie kann immer noch nicht sprechen, sie benimmt sich immer noch wie ein Affe." Rochom P'ngieng war im Alter von acht Jahren verschwunden und 19 Jahre später Anfang 2007 im Dschungel entdeckt worden. Ihr Vater erkannte sie anhand einer Narbe.

"Sie sieht jetzt schlechter aus als damals, als wir sie aus dem Dschungel holten", berichtete Sal Lou. "Sie versucht immer, sich die Sachen vom Leib zu reißen und zurück in den Dschungel zu kriechen." In seiner Verzweiflung brachte der Vater nach eigenen Angaben die junge Frau am Montag ins Krankenhaus - gegen den Rat der Ärzte nahm er sie am Freitag dann aber wieder mit nach Hause. Es sei zu schwierig gewesen, sie von einer Flucht in den Dschungel abzuhalten, begründete der Vater seinen Entschluss. Er wolle seine Tochter jetzt der Fürsorge übergeben. (APA)

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