Acht unter einem Dach

30. Oktober 2009, 17:27
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Acht universitäre Karriereservices firmieren ab sofort unter der gemeinsamen Dachmarke "Career Services Austria" - Die Bündelung von Beratungswissen sei zentral. Für weitere Mitglieder sei man offen

Diese Woche wurde der Zusammenschluss von acht universitären Karriereservices zum Dachverband „Career Services Austria" (CSA) bekanntgegeben. Es sei nur ein logischer Schritt gewesen, eine strukturierte, überregionale und interuniversitäre Zusammenarbeit anzustreben, sagt Michael Kaiser, CSA-Präsident und Geschäftsführer des TU Career Centers. 

Es gelte Synergien am Feld der Beratungstätigkeiten zu nutzen, die Qualität in diesem Feld gewissermaßen aus eigener Kraft zu stärken. Eine Zusammenarbeit etwa bei Job- oder Praktika-Vermittlung sei nicht angedacht, sagt Bernhard Wundsam, CSA Vize-Präsident und Geschäftsführer von Uniport, dem Karriereservice der Universität Wien. Es gebe Bereiche, wo es Sinn mache, zusammenzuarbeiten, und andere, die getrennt voneinander bleiben sollten, so Wundsam sinngemäß.

Ein Bereich, den die Karriereservices der acht österreichischen Universitäten - TU Wien, Universität Wien, TU Graz, WU Wien, Universität Innsbruck, Universität Klagenfurt, Universität Linz und Universität Graz - zusammengeführt hat, ist eine Studie: der "Employer Brand Report". Dieser sei in Umsetzung, sagt Ursula Axmann, CSA Vize-Präsidentin und Geschäftsführerin des WU ZBP Career Centers. Österreichweit soll u.a. zu Präferenzen und Erwartungen von Studierenden in Sachen Berufseinstieg, Wunschbranchen und Top-Arbeitgebern befragt werden. Alle aktuellen CSA-Mitglieder betreuen 82 Prozent aller an Österreichs Unis Studierenden bei ihrer Berufsplanung. Man erwarte, so Axmann, repräsentative, breit angelegte Ergebnisse, die sowohl den Studierenden wie den Universitäten und potenziellen Arbeitgebern zugute kommen sollen. Die Ergebnisse des Employer Branding Report werden 2010 bekanntgegeben werden. Man plane, die Studie alle zwei Jahre zu wiederholen.

Ein weiterer Grund für den Zusammenschluss sei, bei internationalen Fragen zur Arbeitsmarktintegration von Jungakademikern und Jungakademikerinnen Gehör zu finden. Deklariertes Ziel sei es, den „regelmäßigen Austausch zu den Stakeholdern aus Politik, Medien, Interessenvertretungen sowie Rektoraten zu suchen", so Kaiser. Man sei, so Wundsam abschließend, offen für weitere Mitglieder, ebenso für Sponsoren - allerdings nicht im Sinne einer Förderung von Einzelinteressen. (haa, DER STANDARD, Printausgabe, 31.10./1.11.2009)

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