Deutsche Post nimmt Versand von Quelle-Waren wieder auf

30. Oktober 2009, 12:25
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Für 1.900 Mitarbeiter in Fürth heute letzter Arbeitstag

Bonn - Die Deutsche Post nimmt den ausgesetzten Versand von Quelle-Produkten wieder auf. "Nachdem sichergestellt ist, dass wir für die Dienstleistung bezahlt werden, fahren wir den Service ab heute wieder hoch und erbringen wie gewohnt unsere Leistung", sagte Postchef Frank Appel am Freitag in Bonn.

Der Versand sei vorübergehend eingestellt worden, um Schaden vom Unternehmen Post abzuwenden. Damit hat sich die Deutsche Post offenbar auf eine ausstehende Zahlungsanweisung von Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg geeinigt. In der Nürnberg-Ausgabe der "Bild-Zeitung" (Freitag) hatte es geheißen, tausende Pakete stapelten sich im Retourenlager in Fürth.

Sprecher der Deutschen Post und ihrer Tochter DHL sagten am Freitag, es gebe Gespräche mit Quelle und dem Insolvenzverwalter. "Es wurde vereinbart, sich nicht über den Inhalt der Gespräche zu äußern", sagte der Postsprecher.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Die Logistik steht." DHL sei ein wichtiger Partner für den Ausverkauf. Ob die Auslieferung gestoppt wurde, wollte er nicht kommentieren.

Der Insolvenzverwalter informierte die Lieferanten laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ), Quelle werde "absehbar in eine sehr kritische Liquiditätssituation geraten". Es werde geprüft, "ob die laufenden Bestellungen bezahlt werden können".

Aus Bankenkreisen verlautete, nach dem Scheitern der Investorensuche und dem Beschluss zur Abwicklung von Quelle habe Görg die Zahlungsfristen für die Kunden verkürzt. "Was jetzt verkauft wird, geht Cash in die Insolvenzmasse", hieß es. Die Grundlage für das Factoring, bei dem Banken die Forderungen gegenüber Quelle-Kunden bei Ratenkäufen übernahmen und Quelle die Summe sofort auszahlten, sei damit hinfällig geworden.  (APA/AP)

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