Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
In Innsbruck geht die Besetzung weiter. Hahn kommt nicht, um die neue Uni-Bibliothek zu eröffnen.

Schon vor Tagen haben sie die Regierung aufgefordert, zu handeln. Langsam aber doch reagiert die österreichische Regierung auf die Proteste.
Der neunte Tage der Uni-Besetzungen hat Bewegung in die politische Debatte gebracht. Minister Hahn hat sich bereiterklärt 34 Millionen Euro aus einer Notfalls-Reserve für die Universitäten bereitzustellen. Diese seien allerdings ausschließlich für die Lehre gedacht. Welche Universität welchen Anteil der Mittel bekommt, müssen sich diese untereinander ausmachen. Die Studierenden reagieren auf die Zusagen Hahns skeptisch und fordern nicht nur eine kurzfristige Erhöhung des Uni-Budgets. Die Proteste gehen einstweilen weiter, keiner der Hörsäle wurde bisher geräumt.
***
UPDATE 19.00: Innsbruck - Gerade ist Landtagspräsident Herwig Van Staa eingetroffen und sitzt in der Menge in der Aula der Sowi (auf SowiMax umgetauft, analog zum AudiMax). Am Podium findet eine Diskussion statt, an der Politikwissenschaftler Mangott beteiligt ist. Gebi Mair, Landtagsabgeordneter der Grünen, hat sich soeben angekündigt.
UPDATE 17.25: Das Rektorat der Karl-Franzens-Universität Graz will zu Verbesserung des Lehrangebotes und zusätzliche Professoren rund 1,5 Mio. Euro lockermachen. Das Geld stamme aus Umschichtungen, hieß es von einem Sprecher der Uni Graz. Zuvor hatten Vertreter des Plenums, das auf der Uni Hörsäle besetzt hatte, mit Vertretern des Rektorats verhandelt.
UPDATE 17.10: Der ÖH-Vorsitz hat in einer Aussendung Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll aufgefordert einen Richtungswechsel in der Bildungspolitik einzuleiten. Minister Hahn könne hier nicht mehr viel bewegen: "Er ist eine Lame Duck. Er wird in wenigen Wochen von der innenpolitischen Bildfläche verschwunden sein", sagt ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer.
UPDATE 17.00: Der ORF hat für heute 22.25 (ORF 2) einen Runden Tisch zum Thema "Aufstand der Studenten - Was ist uns die Bildung wert?" angesetzt. Mit dabei sind unter anderem Wissenschaftsminister Johannes Hahn, ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer, Isabella Weiss - Sprecherin der Audimax-Besetzer.
UPDATE 16.50: Salzburg - Im und um den besetzten Salzburger Hörsaal 381 im Haus für Gesellschaftswissenschaften am Rudolfskai halten mehrere Dutzend Besetzer weiterhin die Stellung. Man gibt sich optimistisch, die Besetzung übers Wochenende aufrecht erhalten zu können. Im Augenblick ist Christian Felber von ATTAC zu Gast im besetzten Hörsaal und spricht über die "Verflechtung von Wirtschaftsinteressen und Bildungspolitik". Geschichteprofessor Reinhold Wagnleitner gibt um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema "Bildung - Ware oder öffentliches Gut?" Ein Plenum soll um 19.15 stattfinden. Noch heute wollen die Protestierenden auf der Festung Hohensalzburg ein Transparent anbringen.
UPDATE 16.45: Wien - Um 17.30 beginnen die Führungen der Studierenden durch das Audimax, damit sich Besucher ein genaueres Bild machen können. Treffpunkt: Arkadenhof.
UPDATE 16.40: Wien - Eva Glawischnig, Vorsitzende der Grünen, hat einen persönlichen Brief im Audimax vorbeibringen lassen, in dem sie nocheinmal ihre Solidarität mit dem Studierenden ausspricht. Offensichtlich ist sie aber auch zu mehr bereit, da sie schreibt: "Und sollte hier im Audimax am Wochenende oder danach jemand müde werden, Ablösung oder Aufmunterung brauchen, kurz solltet ihr mich im Audimax brauchen, Anruf genügt."
UPDATE 15.45: Die Rektorenkonferenz freut sich in einer Aussendung zwar über das Notfall-Geld, aber "wesentlich ist, dass nachhaltig zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden", sagt uniko-Präsident Christoph Badelt. Die Umschichtung kleinerer Beiträge oder Einmalzahlungen würden die drückenden Kapazitätsprobleme der Universitäten nicht auf Dauer lösen.
UPDATE 15.35: Details zum Notfall-Geld, das Hahn nun ausschütten will. Die Unis müssen sich selbst ausmachen, wer wieviel bekommt.
UPDATE 15.15: Wien - Nur ein "Tropfen auf den heißen Stein" ist für die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) die von Wissenschaftsminister Hahn angekündigte Ausschüttung von 34 Mio. Euro aus seiner "Ministerreserve". Natürlich sei es gut, wenn diese Mittel nun fließen würden, meinte Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam gegenüber der APA. Dabei handle es sich aber um kein zusätzliches Geld, sondern nur um für Notfälle gebildete Rückstellungen im regulären Uni-Budget.
UPDATE 15.00: Innsbruck - In der SOWI-Aula findet gerade ein Vortrag von Prof. Hauser vom Institut für Erziehungswissenschaften statt. Sie warnt vor einer Spaltung zwischen den Studierenden und der Bevölkerung. Stimmen, die sich dezidiert gegen die Besetzungen aussprechen, sollten nicht ignoriert werden, sagt sie. Vor allem mit den Studenten, die diesen Aktionismus nicht gutheißen,solle mehr diskutiert werden.
UPDATE 14.50: Graz - An der Uni Graz führen derzeit fünf Personen Gespräche mit dem Rektorat. Die Ankündigung von Minister Hahn das Geld für die Unis zu erhöhen, habe unter den Studenten nur für "ein müdes Lächeln" gesorgt, sagt Sebastian Wisiak vom KSV.
UPDATE 14.25: Wien - Zu den Budget-Erhöhungen gibt es aus dem Audimax noch keine offiziellen Stellungnahmen. Beim Plenum um 19 Uhr soll darüber diskutiert werden.
UPDATE 14.05: Der Runde Tisch, einberufen von Wissenschafsminister Johannes Hahn, soll in den nächsten zwei bis drei Wochen stattfinden - Mehr Details zur Aufstockung des Uni-Budgets
UPDATE 13.50: Wien - Die Viennale wird morgen Samstag um 19.00 die Weltpremiere des Films "Bock for President" in das Wiener Audimax verlegen. Anwesend sein werden die Regisseure, Viennale-Direktor Hans Hurch und Ute Bock.
UPDATE 13.40: Linz - Die Besetzung des Hörsaal 1 an der Kepler-Uni wird fortgeführt. Wiener Studenten sollen als Verstärkung nach Linz kommen. Inzwischen haben die AK Oberösterreich und die Oberösterreichischen Grünen ihre Unterstützung zugesagt.
UPDATE 13.25: Wien - Der Hörsaal C1 am Uni Campus bleibt weiter besetzt, die angesetzten Vorlesungen finden nicht statt. Informatikstudierende und Biologiestudierende zeigen sich verständnisvoll und schließen sich zum Teil dem Protest an.
UPDATE 13.15: Wien - Nach dem burgenländischen Landtag hat heute auch der Wiener Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und Grünen seine Solidarität bekundet.
UPDATE 13.10: "Ich freue mich, dass eine breite Diskussion stattfindet", sagt Hahn weiters im Ö1-Mittagsjournal. Es sei wichtig, dass die Regierung in dieser Frage an einem Strang ziehe. Hahn hat deshalb einen runden Tisch angesetzt, bei dem er sowohl Universitäten, Politik aber auch die Wirtschaft teilhaben lassen will. Die Einladungen dafür sollen in den nächsten Tagen ausgesprochen werden.
UPDATE 13.00: Minister Hahn will mehr Geld für die Unis bereitstellen. Er sagt im Ö1-Mittagsjournal: "Ich habe mich entschlossen aus meiner Ministerreserve 34 Millionen Euro für das kommende Jahr bereitzustellen. Das, ergänzt um die im Konjunkturpaket vorgesehen 34 Millionen Euro, ergibt einen Betrag von 68 Millionen Euro, die an die Universitäten gehen sollen. Dieses Geld muss bei den Studierenden in den Hörsälen ankommen."
UPDATE 12.45: BZÖ-Wissenschaftssprecher Rainer Widmann fordert einen Runden Tisch unter Einbindung der ÖH, des Wissenschaftsministers, der parlamentarischen Wissenschaftssprecher und des Präsidenten der Rektorenkonferenz.
UPDATE 12.40: Nach Christoph Badelt, WU-Rektor, winkt auch Georg Winckler, Rektor der Uni Wien, ab, was einen möglichen Jobwechsel Richtung Wissenschaftsministerium angeht. Er fühle sich, so Winckler im Video-Interview mit derStandard.at, der Uni Wien verbunden und sei gerne in seiner Position. Eines sei jedenfalls klar: „Wir brauchen einen guten Wissenschaftsminister. Er sollte jemand sein, der den Dialog gestaltet".
UPDATE 12.35: ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger sagte im Ö1-Mittagsjournal: "Jede Party, die im Audimax gefeiert wird, wird von den Stahlkochern der Voest, den Arbeitern und Angestellten bezahlt. Wo ist die Solidarität mit dem Steuerzahler". Er äußert den "Verdacht, dass die SPÖ den Studentenprotest benutzen will, um den einen oder anderen politischen Cent zu wechseln."
UPDATE 12.15: Die Universität Wien weicht am Samstag für die Prüfung "Einführung in die Tiefenpsychologie II" vom besetzten Audimax ins AKH (Hörsaal A, Kliniken am Südgarten) aus. Wie es weitergeht, will die Uni spätestens am Montag auf ihrer Homepage veröffentlichen.
UPDATE 12.05: Die Besetzer des Audimax an der Universität Wien bieten Führungen durch die in Beschlag genommenen Räumlichkeiten an. Damit soll bei "unbeteiligten und interessierten Menschen der Abbau von Vorurteilen gegenüber den Protesten gefördert werden", heißt es seitens der Arbeitsgruppe "Die offene Tür". Treffpunkt für die erste Führung ist heute, Freitag, um 17.30 Uhr im Arkadenhof der Uni.
UPDATE 12.00: Das Juridicum in Wien ist nicht mehr besetzt, dafür aber die Aula der Uni Klagenfurt, melden die Besetzer. Sebastian Wisiak vom Grazer KSV will das Vorurteil widerlegen, dass die protestierenden Studenten faul seien: "Da es im Hörsaal W-LAN gibt, sind manche hergekommen, um ihre Diplomarbeit zu schreiben", sagt Wisiak.
UPDATE 11.55: Die Wiener Grünen und die SPÖ Wien bringen in die heutige Sitzung des Gemeinderats eine gemeinsame Resolution für "Qualitätsverbesserungen an Österreichischen Hochschulen" ein.
UPDATE 11.50: Die Proteste von Studierenden gegen die Studienbedingungen an der Grazer Universität und der Technischen Universität soll auch am Wochenende weitergeführt werden. Zu Mittag sollen Gespräche mit dem Rektorat und den Lehrenden der Grazer Unis stattfinden, meldet die APA.
UPDATE 11.35: Wien - Im Campus-Hörsaal C1 wird noch immer diskutiert. Es geht um eine Informatik-Prüfung, bei der der Professor darauf besteht, sie im C1 schreiben zu lassen. Die Besetzer können das nicht nachvollziehen, schließlich seien andere Hörsäle frei, argumentiert eine Besetzerin.
UPDATE 11.15: Dass die Uni Linz ihre Besetzung beendet, ist laut der Presseverantwortlichen der Besetzer ein "Gerücht". "Wir sind kampfbereit und gehen nicht, bevor unsere Forderungen erfüllt sind", sagt die Aktivistin zu derStandard.at.
UPDATE 11.05: Die "Notlösung" in Sachen Zugangsbeschränkung, von der Bundeskanzler Faymann im Ö1-Journal sprach, entpuppt sich als jene Lösung, die ohnehin schon gefunden wurde. Laut SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl hatte Faymann damit den Paragraphen 124b des Universitätsgesetzes gemeint. Dieser erlaubt dann Zugangsbeschränkungen, wenn die Zustände wegen Überfüllung einer Fachrichtung unzumutbar werden.
UPDATE 10.50: Solidaritätsbekundungen kommen von der Gewerkschaft Metall - Textil - Nahrung und Gerlinde Grünn, KPÖ-Gemeinderätin in Linz.
UPDATE 10.40: Auch auf den Fachhochschulen wird heute diskutiert: An der FH Joanneum in Graz findet seit einigen Minuten ein Plenum statt. Nicht alle Punkte der offiziellen Forderungsliste betreffen die FH-Studenten (Zugangsbeschränkung oder überfüllte Hörsäle), doch Bildung für alle fordern auch sie. Die Studenten an der FH St. Pölten sind zur Bildungsdiskussion im Festsaal eingeladen.
UPDATE 10.15: Die Besetzung des Hörsals in Linz wird laut APA angeblich beendet. Im Plenum um 11 Uhr soll darüber abgestimmt werden, es dürften sich aber keine Mehrheiten für die weitere Besetzung finden, heißt es.
UPDATE 9.55: Im Audimax in Wien beginnt in wenigen Minuten eine Besprechung über Plena, im C1, dem Hörsaal im alten AKH, das Plenum. Noch aber wird im Audimax Konrad Paul Liessmanns "Theorie der Unbildung" vorgelesen. Liessmann selbst will laut eines Audimax-Redners auch einen Redebeitrag leisten.
UPDATE 9.15: Wien - Die Polizei ermittelt in Sachen Bombendrohung im Audimax vergangene Nacht. Gegen Mitternacht war über den Notruf ein Anruf eingegangen, woraufhin Polizisten mit Spürhunden das Audimax durchsuchten. Eine Aufforderung an die Studierenden, den Saal zu verlassen gab es zwar, doch nur wenige folgten ihr. Zugesperrt hätte man den Saal aber nicht, wenn er leer geworden wäre, beteuert ein Polizei-Sprecher im Gespräch mit derStandard.at. "Dazu gab es keine Veranlassung".
UPDATE 8.55: Wien - Im Abendplenum im Audimax wurde beschlossen, "dass sich ÖH und Audimaxbesetzung nicht gegeneinander ausspielen lassen wollen". Außerdem distanziere sich die ÖH vom "Sprechersein", heißt es auf der Facebook-Seite der Besetzer.
UPDATE 8.45: Wissenschaftsminister Hahn hat einen Besuch zur Eröffnung der neuen Universitätsbibliothek in Innsbruck abgesagt. Der Grund: "Wegen der problematischen Lage an den Universitäten," hieß es aus seinem Büro laut ORF Tirol. Studierende hätten Hahn mit einer Protestaktion empfangen.
UPDATE 8.30: Rektorenchef Christoph Badelt ist nach eigenen Angaben "kein Kandidat" für die Nachfolge des als EU-Kommissar nach Brüssel wechselnden Wissenschaftsministers Johannes Hahn. Diese Frage stelle sich nicht für ihn, "es hat mich nie jemand gefragt", sagte er Donnerstag in der "ZiB 2".
Originalartikel und Nachlese 7.00 Uhr:
Wien - Eine Woche haben sie gebraucht, dann haben sie sich dazu durchgerungen, sich auf die Seite der Studierenden zu schlagen: Die Regierungsmitglieder der SPÖ. Allen voran Bundeskanzler Werner Faymann, der Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) aufforderte, "so rasch wie möglich mit den Studierenden eine konstruktive Basis aufzubauen". Anders als die Studenten sieht er das Thema Zugangsbeschränkungen: Man werde "irgendeine Art von Notlösung für Zugangsformen" finden müssen, sagte Faymann am Freitag im Ö1-Morgenjournal. Welche, das sein sollen, sagte er nicht.
Ein erster Schritt in Richtung Dialog, ein Treffen von Hahn mit der Spitze der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), verlief allerdings ohne konkrete Ergebnisse.
Bei den Gesprächen sei es nicht um das Ende der Besetzung im Audimax der Uni Wien gegangen, sondern um grundsätzliche bildungspolitische Fragen, hieß es anschließend von Seiten der ÖH. Hahn betonte, er würde sich wünschen, dass die ÖH bei den Studentenprotesten als "öffentliche Interessensvertretung mehr Einfluss gewinnt". Er will die Gespräche fortsetzen, auch die SPÖ solle sich einbringen. ÖH-Chefin Sigrid Maurer (Grüne und Alternative StudentInnen/GRAS) setzt dagegen eher auf die Regierungsspitze: Faymann und Vizekanzler Josef Pröll sollten die Bildungsagenden in die Hand nehmen. Hahns Aussagen seien "schwammig und ohne Visionen" gewesen.
Faymann sagte, er habe nicht vor zu warten, "dass nichts herauskommt". Während Hahn mit den Studenten noch verhandelt, wolle er sich aber nicht einmischen.
Hörsäle weiter besetzt
Mittlerweile ist mit dem Audimax nicht nur der größte Hörsaal der Uni Wien besetzt, sondern auch der "C1", der größte Hörsaal am Uni-Campus im Alten AKH. Auch am Freitag werden daher im Austria Center Lehrveranstaltungen stattfinden. Die Uni-Leitung zeigte sich zu Gesprächen mit Vertretern der Besetzer bereit - unter der Voraussetzung, dass die ÖH daran aktiv mitwirkt.
In Innsbruck besetzten Hunderte Studenten nach einer Demonstration den größten Hörsaal an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (SOWI) der Uni - auch hier zeigte das Rektorat "grundsätzliches Verständnis" für die Forderungen. In Graz gingen ca. 2500 Studierende auf die Straße. Ein Hörsaal der Vorklinik und der TU bleiben besetzt. Ein Räumungsgesuch für die Unis gebe es nicht, sagte Faymann.
Bombenalarm im Audimax
Die Studierenden erhielten in der Nacht Besuch von der Polizei. Eine Bombendrohung war bei den Einsatzkräften eingegangen. Nachdem der gesamte Saal im Livestream verfolgbar mit Spürhunden durchsucht und nichts gefunden wurde, bedankte sich die Polizei für die gute Kooperation und zog wieder ab. Viele Besetzer hatten den Saal während der Suche nicht verlassen. (APA, Sophie Niedenzu, Teresa Eder, Marijana Miljkovic, derStandard.at, 30. Oktober 2009)
Links
Homepage der Besetzung: unsereuni.at
Facebook: "Audimax Besetzung in der Uni Wien - die Uni brennt"
http://www.facebook.com/unigrazgehoertuns
Protest auf der Akademie der Bildenden Künste: www.malen-nach-zahlen.at
Autonome Gebühren waren rückwirkend saniert worden - Keine Überprüfung des derzeit geltenden Studiengebühren-Gesetzes
Wissenschaftsminister für flächendeckende Zugangsbeschränkungen – ÖH schließt weiter Klagen nicht aus
Fünf Studienfelder betreffen 28 Studienfächer
Leistungs- und Förderstipendien für Studierende an Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten
Die Zugangsbeschränkungen werden auf fünf Studienfelder ausgeweitet - ÖH kritisiert Fristen
Rektorat und ÖH einigten sich auf Lösung für 20 Studien
Rektorin Neuper befürchtet zusätzliche Verschlechterungen für Studierende und Lehrende trotz Laborplatz-Aufstockung
Im Schnitt erst Bewerbungen für rund ein Fünftel der Plätze - In einzelnen Fällen aber auch deutlich mehr Registrierungen
Wissenschaftssprecher Graf: "Grab für das Prinzip des freien Hochschulzugangs"
Zweiter Teil des "Forums Hochschule": Bürokratische Hürden für Drittstaatenangehörige sollen entschärft werden
An der Uni Wien soll ein Test entscheiden, welchen Schwerpunkt Studierende des Masterstudiums machen können
uniko-Chef Schmidinger über Studiengebühren-Streit: "Natürlich ist das ein unerfreulicher Zustand"
Nur "Darstellende Geometrie" bleibt vorerst erhalten, soll aber durch gemeinsames Studium mit Uni Wien ersetzt werden
Studienfelder Architektur, Biologie, Pharmazie und Wirtschaftswissenschaften betroffen
Die 22 staatlichen Unis bekommen für 2013 bis 2015 7,4 Milliarden Euro - und sie sagen Ja dazu. Ein klares Nein kommt von den Rektoren zum Gesetzesentwurf für eine Studienplatzfinanzierung. Er genüge vielleicht politischen Kriterien, für die Universitäten sei er fatal
Töchterle: Erfolgreich, wenn sich Betreuungsverhältnisse verbessern - Erneute Kritik an TU Wien
Uneiheitliche Regelungen führen dazu, dass sich viele nicht auskennen, sagt die ÖH
SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl über die Reduktion von Studienplätzen und "traurige Beweise" gegen Gebühren
Immer mehr ausländische Studierende besuchen eine österreichische Hochschule. Derzeit sind es 65.000 - mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Im EU-Schnitt liegt der Anteil ausländischer Hörer bei neun Prozent, in Österreich sind es 21 Prozent
Für 19 Studienfächer wird im kommenden Jahr die Studienplatzfinanzierung eingeführt
Ministerium erinnert Med-Uni Wien an Bundesfinanzierungsverbot
Minister braucht Einvernehmen mit Hauptausschuss des Nationalrats - Kein zusätzliches Geld für Unis bis 2015
Nur in Pharmazie und Wirtschaft flächendeckende Aufnahmeverfahren - Keine Verfahren in Informatik - Architektur und Biologie uneinheitlich
Langzeitstudenten und Nicht-EU-Bürger müssen zahlen - Beim Verfassungsgerichtshof angefochtene "uniautonome" Gebühren sollen saniert werden
Hallo,
unterstüzt uns!
Hier das Protokoll vom Freitag aus dem Plenum.
http://unsereuni.at/wp-conten... i-kurz.pdf
"Hahn betonte, er würde sich wünschen, dass die ÖH bei den Studentenprotesten als 'öffentliche Interessensvertretung mehr Einfluss gewinnt'"
Da hat man sich so bemüht, die ÖH nicht mehr den Unwägbarkeiten von Wahlen auszusetzen und so dieses Studentenpack besser unter Kontrolle zu haben.
Und jetzt kümmern sich diese Sturschädel plötzlich nicht mehr um die ÖH und haben eigene Ideen !
Wie man's macht ist's verkehrt ...
wie ist das eigentlich?
wird nicht normalerweise von streikenden etwas besetzt, um den bestreikten zu zugeständnissen zu bewegen, weil dieser das bestreikte objekt aus wirtschaftlichen gründen braucht?
das besetzte objekt sollte also ein druckmittel sein?
wenn streikende ihr eigenes objekt besetzen ist das doch nicht sonderlich effizient. da könnten die studenten auch ihre eigenen wohnungen besetzen.
34 Millionen Euro auf alle österreichischen Unis aufzuteilen ist kein "Entgegenkommen". Allein dem IST in Gugging sind vom Bund 420 Millionen Euro vertraglich zugesichert; die Zuschüsse des Bundes für die Fachhochschulen wurden im Studienjahr 2009/20 um 13,7% erhöht... Mit dem Geld stünden die Universitäten nicht schlecht da und das Gejammere über die "Massenuniversität" wäre nicht notwendig.
Allein die "Erste Bank" erhielt übrigens im Jahr 2008 2,7 Milliarden Euro Staatshilfe.
Die StudentInnen verlangen aber wesentlich mehr als nur Geld für die Universitäten: Abschaffung der Zugangsbeschränkungen...! Wieso schreibt der "Standard" wegen läppischer 34 Mio "Entgegenkommen"? Bleibts in den Hörsälen!
Was wollen diese Studenten eigentlich, sie ehren die 34 Millionen nicht? Hat ihnen der Minister nicht erst kürzlich schon € 600.000 für das wissenschaftsfördernde e-voting geschenkt? Man muss sich auch vor Augen halten, dass der GRÖFAZ KHG den Vernehmen nach nur 35 Beratungsmillionen brauchte, um den Finanzminister - im Interesse der Steuerzahler - anzulegen. Wer da meint, um das Geld hätte man schon einen richtigen Fachmann bekommen, zeigt bloß sein kleinkariertes und unwissenschaftliches Denken. Wer kann diese Studenten verstehen?!
1,7 Mio pro Uni. Alleine die TU gibt ca. 35 Mio für Mieten an den STAAT aus. Ein Kohl der meint 120 Mio sind ja beinhae aus der Portokasse zu bezahlen (bzgl. Pensionsmehrerhöhung von 0,4%) wird wohl seinem Parteikollegen klar machen können dass 34 Mio ein Scherz sind.
Vollkomme d´accord; die 34 Mio. sollen auch nur als Placebo dienen, bis Herr Hahn nach Brüssel verschwunden ist.
Bis dahin will er Ruhe auf den Unis, denn wie sieht das in Brüssel aus ?
Ein künftiger EU-Kommissar, der nicht einmal das Minister-Ressort eines kleinen Staates "unter Kontrolle" hat ??
Er muß sich raschest ein Image als "Macher" aufbauen (lassen). Und dafür sind 34 Mio. doch ein guter Preis, oder nicht ??
mfg
H.M.
Ihnen ist hoffentlich klar, dass die wenigsten Studierenden e-voting befürwortet haben und auch die wenigsten Studierenden, die eine Stimme abgegeben haben, das damals per e-voting getan haben. Daher sagen Sie bitte nicht, man hat uns Geld für e-voting gegeben, sondern man hat uns e-voting aufgezwungen. Das ist ein sehr massiver Unterschied.
Worauf Sie mit KHG hinauswollen, ist mir ohnehin ein Rätsel, daher gehe ich nicht darauf ein.
Dass 34 Millionen lächerlich sind, zeigt alleine die Tatsache, dass von der Rektorenkonferenz (!), also nicht von den Studierenden, eine Budgeterhöhung um 1 Milliarde gefordert wird, um unter den derzeitigen Bedingungen (also mit Zugangsbeschränkungen) die Unis im europäischen Vergleich kompetitiv zu machen.
18:00 Plenum TU Wien HS1: Rektorat anwesend.
War eine sehr interessante und konstruktive Diskussion.
Die Probleme seien dem Rektor bekannt - verweist aber auf die mangelhafte finanzielle Situation (angeführt werden u.a. Miete ans BIG (Schummelei bei UniBudget), die ausgesetzte Renovierung am Hauptgebäude), lehnt Studiengebühren eindeutig ab, 1000 Architekten im ersten Semester sind aber ein großes Problem, "Bologna ist ein Schmarrn"....
Bitte rufen wir die Eva am Wochenende an; genau wie den Peter Pilz und alle GrünInnen. Bin echt gespannt, ob die den Worten auch Taten folgen lassen oder ob sie die Bewegung für ihre Ziele, politische Profilierung nutzen wollen. Aber aufgrund vergangener Ereignisse sinds wohl eh wieder nur hohle Phrasen!
Ich habe mitbekommen aus dem Livestream, dass im Audimax abgestimmt wurde, am Donnerstag nochmal eine Aktion geben soll. Alle Vorlesungen sollen am Donnerstag eingestellt werden?
Ich will keine Vorlesungen versäumen, weil ich genügend für mein Studiengebühr belohnt werden will. Ich bin dafür, dass diejenige Studenten, die wenig für die Uniaktion interessieren, einfach in Ruhe lassen soll, oder sie irgendwie überzeugen.
Außerdem: soviel ich beobachtet habe, kommen ausländische Studenten wie ich so gut wie nie zu Wort (außer deutschsprachige Studenten).
aber in den Medien verschwiegen!
Siehe brandaktuelle Postings bei:
http://h-und-m-wg.blogspot.com/
...die meisten GegnerInnen der Studierendenbewegung hier im Forum geben relativ offen und ehrlich zu, dass blanker Neid auf potentielle finanzielle Erfolge von späteren AkademikerInnen hinter der Abneigung steht. Klar, wer sich erst mal im neoliberalen Denken eingefunden hat, kann ja nur mehr Individualismus und Ellbogensysteme gutheißen. Strukturell veranlagte soziale Ungleichheit wird dann schnell zu persönlich verschuldetem Versagen. Darüber gibt es sowieso genug wissenschaftliche Literatur. Aber dass es den betroffenen Personen nicht zu peinlich ist, ihren Neid auf das Potential der Studierenden so deutlich auszusprechen, finde ich schon faszinierend.
Ich bin nicht der Meinung, dass alle Gegner des Protestes automatisch neidisch auf spätere, eventuelle Erfolge der Studierenden sind. Es ist nur einfach unklar, wann die Studenten wieder ihr Studium aufzunehmen gedenken. Sind diese Leute wirklich so weltfremd darauf zu beharren, dass wirklich JEDE ihrer Forderungen sofort in die Tat umgesetzt werden muss?Und was passiert, wenn die Politik sich nicht den Wünschen der Studenten beugt? Wird dann protestiert bis zum Sankt Nimmerleinstag? Diskussionen und auch Proteste finde ich generell sehr positiv. Aber eine Liste mit Forderungen zu stellen und die Erfüllung der Selben erzwingen zu wollen wird nicht funktionieren und stößt vielerorts auf Unverständnis.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.