Lithium-Produktion aufgenommen

29. Oktober 2009 22:24

Neunzig Prozent aller weltweit bekannten Vorkommen in Bolivien

La Paz - Bolivien hat mit dem Abbau der weltgrößten Lagerstätten von Lithium für die Herstellung von Batterien begonnen. Präsident Evo Morales nahm am Donnerstag die ersten Proben des Alkalimetalls in Empfang, die in einer Pilotanlage in der Salzwüste von Uyuni hergestellt worden waren. Dort lagern nach Angaben der Regierung in La Paz etwa 90 Prozent aller weltweit bekannten abbaubaren Lithium-Vorkommen. Dieses Metall wird für die Herstellung der besonders leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien benötigt, ohne die die ehrgeizigen Pläne der Autoindustrie für die Produktion von Elektroautos nicht zu verwirklichen sind. Schon jetzt sind Handys und andere tragbare elektronische Geräte mit diesen Batterien ausgestattet.

Bolivien, einer der ärmsten Staaten Lateinamerikas, strebe eine Jahresproduktion von 30.000 Tonnen Lithium sowie 800.000 Tonnen Chlorid und Kaliumsulfat und 20 000 Tonnen Borsäure an, sagte Morales. Die Einnahmen schätzte er auf insgesamt 482 Mio. Dollar (320 Mio. Euro). Insgesamt werde Bolivien ausländische Investitionen von 1,6 Mrd. Dollar (1,08 Mrd. Euro) benötigen. Dies sei eine der wichtigsten Vorhaben der Regierung, wenn sie die Präsidentenwahl am 6. Dezember gewinne. Umfragen sagen einen Sieg von Morales voraus.

Länder mit großer Förderung sowie Lagerstätten von Lithium sind auch Chile, Australien, Argentinien, die USA und China. Wie groß die wirtschaftlich abbaubaren Vorkommen in Bolivien wirklich sind, ist umstritten. Außerdem gilt der Transport über die Anden zu Seehäfen am Pazifik mangels vorhandener Infrastruktur als schwierig und teuer. (APA)

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11 Postings
pepitant
07.12.2009 22:17
Jetzt fehlt nur noch, dass

der weiße Herrgott Gold und Diamanten bei den Schwarzen vergraben hat.

DieBo
06.11.2009 09:25
War Opel nicht gerade dabei ein Elektroauto auf dem Markt zu bringen? Da macht die Kehrtwende von GM plötzlich Sinn, und Bolivien zu einem Terrorstaat.

Katana79
30.10.2009 22:29
Bender Rodriguez
30.10.2009 20:13
"ausländische Investitionen um 1.6 Mrd $"

Gleichzeitig ist der kapitalitische, imperialistische Westen das Böse, dessen bolivianische Niederlassungen am besten allesamt verstaatlicht werden sollten.

Da wird jemand aber eine heftige Risiko-Prämie zahlen müssen, wenn er ausländische Investoren zum Einstieg bewegen will.

Na immerhin kann dann diese Risiko-Prämie vom übernächsten Politwunderkind als kapitialistisch imperialistischer Knebelvertrag verteufelt werden.

Win-Win quasi.

ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
25.10.2010 18:21

na eben, dann passt ja alles

Malkaye
03.11.2009 23:47
ausland = westen?

Nowotila
30.10.2009 14:11
Bei der zentralen Bedeutung von Li. für die Speichertechnologie

wird der bolivianische Präsident bald im Zusammenhang mit Drogenhandel und Massenvernichtungswaffen genannt werden.

Unsere unabhängigen Journalisten wetzen schon die Bleistifte und warten nur noch auf das "Go" ihrer Eigentümerfamilien.

Raptor Jesus
04.12.2009 19:05
Wetzen die Bleistifte

Sehr gut! Sehr poetisch!
Muss ich mir merken!

DieBo
30.10.2009 10:59
Ob Öl oder Lithium, es gibt immer einen Grund für die Gier. Selbst Länder mit Null Bodenschätze werden nicht verschont und als Aufmarschgebiet fremder Streitkräfte okkupiert.

mistvieh666
30.10.2009 16:45
vielleicht hat das ganze mehr mit ihnen zu tun und weniger mit der welt

ich wuerde das ganze auf eine metaebene heben:
wenn es ein land gibt, das reich an weichen, flauschigen katzenfellen ist, liegt die vermutung doch nahe, dass die usa deswegen bald dort einmarschieren wird. oder?

DieBo
06.11.2009 09:23
Als flauschiges Aufmarschgebiet sowieso. Wenn sich dann noch eine Rheumaplage weltweit ausbreitet und Katzenfelle das einzige Heilmittel sind was meinen sie was dann dort los ist?

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