Auch Frelimo-Partei des Staatschefs klar mit den meisten Stimmen
Maputo - Bei den Präsidentenwahlen in Mosambik hat
Amtsinhaber Armando Guebuza einen klaren Sieg errungen. Dem am
Mittwoch veröffentlichten amtlichen Endergebnis zufolge kam der
66-jährige Millionär auf 75 Prozent der Stimmen. Damit sei Guebuza
für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt, erklärte die Wahlkommission
in Maputo.
Die Parlamentswahlen, die zeitgleich mit der Präsidentenwahl am
28. Oktober stattfanden, gewann Guebuzas Frelimo-Partei. Sie baute
ihre Mehrheit im 250-Sitze-Parlament den Angaben zufolge von 160 auf
191 Abgeordnete aus. Die Frelimo-Partei regiert das
südostafrikanische Land seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr
1975.
Lob der Wahlbeobachter
Internationale Wahlbeobachter hatten die Wahl als friedlich und
gut organisiert bezeichnet. Allerdings wurden auch Vorwürfe laut, die
Opposition sei in einigen Regionen an der Teilnahme an der Wahl
gehindert worden.
Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt: 90 Prozent der
Bevölkerung leben von weniger als zwei Dollar pro Tag. Die ersten
demokratischen Wahlen fanden 1994 nach einem 16-jährigen Bürgerkrieg
(1976-1992) statt. (APA)