Ermittler vermuten rassistische oder religiöse Motive
Washington - Bluttat vor einer Synagoge in
Kalifornien: Ein Unbekannter hat am Donnerstag in einer Garage unter
einem jüdischen Gotteshaus in Nord-Hollywood zwei Gläubige
angeschossen, die auf dem Weg zum Morgengebet waren. Die Ermittler
vermuten rassistische oder religiöse Motive, sagte ein
Polizeisprecher. Die Opfer wurden von den Kugeln in die Beine
getroffen. Die Behörden nahmen nach US- Medienberichten einen 17
Jahre alten Verdächtigen fest.
Den Angaben zufolge hatten die beiden Gläubigen ihre Autos in
einer Tiefgarage unter der Synagoge geparkt und waren gerade
ausgestiegen, als der mit einem Kapuzenpulli gekleidete Schütze das
Feuer eröffnete. Die Opfer befanden sich nicht in kritischem Zustand.
Die Behörden befürchten nun, dass es zu weiteren Vorfällen dieser
Art kommen könnte. "Das sind die Zeiten, in denen wir leben", sagte
der stellvertretende Polizeichef von Nord-Hollywood, Michael Moore.
"Es gibt ein Potenzial dafür, dass dies eskalieren könnte." Er rief
die Mitglieder der jüdischen Gemeinde dazu auf, in nächster Zeit
besonders wachsam zu sein. (APA)