Schärfe Strafen für sogenannte Hassverbrechen
Washington - Homosexuelle und Behinderte sollen in den
USA künftig besser vor gewaltsamen Übergriffen geschützt werden.
Präsident Barack Obama unterzeichnete am Mittwoch ein
Gesetz, durch das Tätern höhere Strafen drohen, wenn sie durch Hass
auf diese Minderheiten motiviert wurden. Dies sei ein Beitrag,
"unsere Bürger vor Gewalt zu schützen, die daraus resultiert, wie sie
aussehen, was sie lieben und wie sie beten", sagte Obama.
Die Gesetzgebung gilt als erster wichtiger Sieg von Schwulen und
Lesben seit der Amtsübernahme Obamas im Jänner. Ein entsprechender
Entwurf steckte über Jahre im Kongress fest, vor allem blockiert von
den Republikanern. Das inzwischen von den Demokraten beherrschte
US-Parlament billigte nun vor wenigen Wochen die Vorlage.
Mit dem Schritt weitete Obama das Gesetz gegen sogenannte
Hassverbrechen aus. Bislang mussten Gewalttäter in den USA nur
schärfere Strafen fürchten, wenn sie ihre Verbrechen aufgrund von
Religion, Hautfarbe oder Nationalität des Opfers verübten. (APA)