Erste Bank: Analysten sehen fallende Gewinne

29. Oktober 2009, 15:56
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Wien - Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten für die am morgigen Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Neun-Monats-Zahlen der Erste Bank einen leicht höheren Nettozinsüberschuss, aber deutlich fallende Ergebnisse.

Der Nettogewinn ("Konzernüberschuss nach Steuern und Fremdanteilen") sollte laut Raiffeisen-Schätzungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 55,0 Prozent auf 658,0 Mio. Euro fallen.

Der Vorsteuergewinn ("pretax result") wird von den RCB-Analysten um 23,5 Prozent tiefer bei 1.011,0 Mio. Euro gesehen. Um 5,5 Prozent über den ersten drei Quartalen des Vorjahres sollte der Nettozinsüberschuss bei 3.770,0 Mio. Euro liegen.

RCB-Analyst Stefan Maxian erwartet ein für das aktuelle Umfeld "relativ gutes Ergebnis". Gerade die Währungsentwicklung in Osteuropa stütze dabei, so Maxian. Das Handelsergebnis wird von ihm wegen des starkem Kapitalmarktumfelds (steile Zinskurve) ebenfalls positiv gesehen. Die Risikokosten bleiben seiner Ansicht nach jedoch weiter auf dem hohem Niveau des zweiten Quartals.

"Interessant werden gerade Aussagen zu Kapitalerhöhungen sein", so Maxian weiter. Die Experten der UniCredit sehen ebenfalls steigende Risikokosten. Sie begründen dies mit den steigenden notleidenden Krediten (Non performing loans) und wenig Spielraum bei deren Deckung. (APA)

 

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