Steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung

29. Oktober 2009, 15:59
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Studie verglich 1.000 Unternehmen mit den weltweit höchsten Ausgaben im F&E-Segment

Wien – Österreichische Unternehmen setzen auch in Krisenzeiten auf Forschung und Entwicklung (F&E) – zu diesem Schluss kommt die am Donnerstag in Wien präsentierte globale Innovations-Studie "Global Innovation 1000" der internationalen Strategieberatung Booz & Company. Mit einer durchschnittlichen Steigerung der Ausgaben um 13 Prozent lagen die heimischen Top-Innovatoren 2008 deutlich über dem globalen Durchschnitt von 5,7 Prozent, hieß es.

Analyse

In der Studie wurden die Budgets und Strategien für Forschung und Entwicklung (F&E) der 1.000 weltweit forschungsintensivsten Unternehmen analysiert. Wie bereits 2007 gab es auch 2008 fünf österreichische Vertreter in diesem Ranking: voestalpine AG (Rang 467), Intercell AG (Rang 791), Andritz AG (Rang 842), austriamicrosystems AG (Rang 940) und Telekom Austria AG (Rang 967). Die ersten vier Unternehmen haben ihre F&E-Ausgaben der Studie zufolge im vergangenen Jahr gesteigert, voestalpine um 20,6, Intercell um 38,6, Andritz um 12,9 und austriamicrosystems um ein Prozent. Bei der Telekom meldet die Studie dagegen ein Minus von 12,4 Prozent.

Europäischer Spitzenreiter sei Deutschland – dort haben insgesamt 49 Unternehmen im Jahr 2009 28,5 Milliarden Euro in F&E investiert (eine Steigerung der Ausgaben um neun Prozent).

Mit Innovation Hoffnung auf Aufschwung

Trotz der im Vorjahr einsetzenden Weltwirtschaftskrise "stärken die Unternehmen weiter ihre Forschungs- und Entwicklungsbereiche", hieß es. Obwohl 65 Prozent der weltweiten Top-1.000-Innovatoren "in der schwersten Rezession seit 1929 deutliche Umsatzrückgänge verbuchen und 32 Prozent sogar Verluste schreiben, erhöhten mehr als zwei Drittel ihre F&E-Ausgaben im vergangenen Jahr". 90 Prozent der befragten Manager hätten Innovation als wesentlichen Erfolgsfaktor für den erhofften Aufschwung genannt. (APA/red)

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