Entführtes britisches Paar bittet in Video um Hilfe

21. November 2009, 08:41

Vor einem Monat verschleppte Segler bitten um Kontaktaufnahme mir somalischen Piraten: "Unsere Entführer verlieren die Geduld"

Mogadischu - Ein seit einem Monat von somalischen Piraten festgehaltenes britisches Ehepaar hat in einem Video verzweifelt um Hilfe gebeten. "Unsere Entführer verlieren die Geduld", sagte der 59-jährige Paul Chandler in dem am Freitag vom britischen Fernsehen veröffentlichten Video. Bisher habe niemand auf die Forderung der Piraten nach einem Lösegeld in Höhe von 4,7 Millionen Euro reagiert. "Ich habe keinen Zweifel, dass sie nicht zögern werden, uns zu töten - vielleicht binnen einer Woche, wenn es bis dahin keine Antwort gibt."

"Tragisches Ende"

Paul Chandler und seine 55-jährige Frau Rachel waren am 23. Oktober mit ihrer Yacht "Lynn Rival" im Indischen Ozean unterwegs, als sie von somalischen Piraten überfallen wurde. Die Videoaufnahme entstand am Mittwoch und zeigt Paul Chandler umringt von Piraten, die ihre Waffen auf ihn und seine Frau richten. "Bitte stellt einen Kontakt her", sagte Paul Chandler. Andernfalls erwarte ihn und seine Frau "ein tragisches Ende".

Ein Sprecher des Außenamtes in London forderte die "sofortige Freilassung" des Ehepaars. "Das sind unschuldige Touristen", sagte der Sprecher. Zugleich verwies er darauf, dass die Regierung Geiselnehmern "keine großen Zugeständnis macht". Dies gelte auch für die Zahlung von Lösegeld. (APA/AP)

Kommentar posten
20 Postings
mitch21
00
22.11.2009, 00:23

somalia soll zahlen, wenn es somalische piraten sind

Veridad
01
21.11.2009, 14:37
Demnach das Segeln nicht mehr so ungefährlich ist heutzutage ...

... sollte man durchaus darüber nachdenken dürfen eine entsprechende Bewaffnung an Bord zu haben.
Etliche Piraten haben sich schon durch Schüsse aus Signalpistolen abschrecken lassen. Weche Wirkung würde wohl eine Salve aus einem automatischen Gewehr haben?

J R
00
21.11.2009, 14:23

ganz einfach, das Eigentum der Abenteurer wird versteigert und den Erlös können die Piraten haben.

harhar
00
22.11.2009, 02:03
Nu ja

Wenn die Piraten damit einverstanden sind, geben sie auch eine Quittung für die Versicherung.

Das Kapital ist die wahre Macht
11
21.11.2009, 09:57
Das Paar soll geopfert werden.

Die Regierung soll und muss hart bleiben.

Pech für die 2. Sie wußten in welchem Gebiet sie da herumsegelten.

Vielleicht haben sie Glück und bekommen einen schnellen und schmerzlosen .......

Keinen Cent Regierungsgeld! Wo würde das enden wenn jede/r freigekauft wird von Ministern? Wieviele Billiarden bräuchte man dafür?

Sol´kanar -The Swamp King
00
30.11.2009, 13:41
das geld sollte verwendet werden um ein truppe hinzufliegen,

die dort bissl aufräumt. das sollte die message sein.

natürlich würde ich anders reden, wenn es meine eltern wären....

DieBo
30
21.11.2009, 13:20
Da sollen die zwei geopfert werden weil ihre Regierungen die Piraten erst gezüchtet haben?

Kontrahent1
00
21.11.2009, 11:29
zumal es um 'Lustreisende' geht,

nicht um schlecht bezahlte Seeleute aus der dritten Welt die nicht einmal wissen, auf was sie sich bei der Heuer einlassen.

Jacques Vergès 2
82
31.10.2009, 10:51

Man muss endlich die Probleme Somalias an Land lösen dann wäre auch schluss mit der Piraterie.
Erstens: Eigentlich sollten Internationale Fischerei Konzerne für Lösegelder aufkommen. Der einzige Grund das Somalische Fischer zur Gewalt greifen ist weil ihr einziger Wirtschaftsarm Fischfang von Konzernen in form von leerfischung vernichtet wurde.

und Zweitens: Und anstatt das man Somalia Humanitäre Hilfe zukommen lässt und die Bevölkerung Moralisch unterstütz werden Waffen im Kampf gegen Extremisten geschickt!
http://www.n24.de/news/news... 03035.html

J R
10
21.11.2009, 14:34

wobei, in einem gewissen Punkt haben sie recht, die dort patroulierenden Kriegsschiffe sollten nicht nur die Piraten sondern auch die schwimmenden Fischfabriken versenken.

J R
01
21.11.2009, 14:25

komisch, warum entern sie nicht die schwimmenden Fischfabriken?

harhar
00
22.11.2009, 02:05
Brrrr...

Vielleicht mögen sie keinen Fisch.

Thomas Bayer
00
21.11.2009, 09:10
Die Fischerei war der Grund für Piraterie

mittlerweiel ist das ein florierender Wirtschaftszweig, der allen Beteiligten satte Gewinne verspricht. In der FR konnte man kürzlich lesen, dass ein "einfacher Pirat" pro geenterten Schiff ca. 150.000 Dollar erhält. Mit der Piraterie blüht auch Prostitution und Waffenhandel.

Lorelei Sonnenschein
32
3.11.2009, 17:32
@Jacques Vergès 2

...so ist es. Würden sehr viele afrikanische Länder nicht noch immer von europ./amerik. intern. Konzernen ausgehungert werden, würde es weder Piraterie noch soviele Flüchtlinge geben. (ein weiters Beispiel Senegal, wo intern. Fischereikonzeren, die Gewässer leer fischen) Soviele der von Piraten/Aufständischen benutzten Waffen kommen noch dazu aus Europa...

wider den rechten Kanaillen
28
31.10.2009, 04:46
Boot versteigern,

den Rest auf Kredit.

Soll der Steuerzahler dafür aufkommen?

Wer kann es sich sonst noch leisten auf einer Yacht um Afrika zu fahren. Sollen die zahlen, die es sich nicht leisten können?

Kowosch
 
01
21.11.2009, 22:24
"Boot versteigern,..."

Hä? Was meinen Sie wohl, wer das jetzt hat?

Übrigens kann man mit gleicher Argumentation auch gegen Finanzhilfe bei Hochwasserkatastrophe sein usw. - ich kann mir z.B. kein Haus leisten, das dann absaufen könnte...

ravenna
11
21.11.2009, 11:19
Unglaublich,...

...wieviele Mathematik-Unfähige hier "grün" vergeben.

Dust von Dust
12
21.11.2009, 10:01

und wer soll ihnen 4,5 mill. kredit geben?

das boot hat vielleicht einen wert von max. 200.000,-

du hast scheinbar keine ahnung vom blauwasser segeln. das sind keine millionäre sondern zumeist leute die sehr viel selbst arbeiten, sparsam sind und sonst alles verkauft haben um sich ein gebrauchtes boot zu kaufen.

grundsätzlich die frage, wie mit touristen im ausland die entführt werden, umgegangen wird.

J R
10
21.11.2009, 14:31

mag sein, außerdem sind sie offenbar abenteuerlustig, und etwas verblödet sich dort rumzutreiben.
Wie heißt es so schön, wer sich in Gefahr begibt kann dabei umkommen. Umso mehr gilt das, wenn man es unnötigerweise und wissentlich macht.

Dust von Dust
00
21.11.2009, 21:12

http://derstandard.at/125674417... Piraten-an
Die Piraten verlangten für die Freilassung der Briten zunächst sieben Millionen Dollar (4,7 Millionen Euro), sollen ihre Forderungen inzwischen aber auf etwa 111.000 Euro reduziert haben. Die Seeräuber hatten die Jacht des Paares Ende Oktober auf dem Weg von den Seychellen nach Tansania gekapert. (APA)

http://de.wikipedia.org/wiki/Tansania
http://de.wikipedia.org/wiki/Seychellen

also über 1000km von somalia entfernt!

auch in österreich gibt es morde, raubüberfälle usw, die meisten morde passieren im familienverband, wer sich in gefahr begibt kommt darin um...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.