Ex-Meinl-Gutachter will 728.000 Euro Honorar

29. Oktober 2009, 14:15

Wien - Der ehemalige Meinl-Gutachter Thomas Havranek hat der Staatsanwaltschaft ein Gesamthonorar von 727.920,18 Euro (brutto) für seine Tätigkeit in Rechnung gestellt. Das berichtet das Magazin "News" in seiner aktuellen Ausgabe. Bevor Havranek Anfang Juli wegen Befangenheit von der Causa abgezogen wurde, habe er gemeinsam mit seinen Hilfskräften 4.886 Stunden Arbeit in das Meinl-Gutachten gesteckt.

Trotz seiner Abberufung habe Havranek Anspruch auf die Bezahlung seiner Tätigkeit, da er den von ihm verfassten Zeitungsartikel, der als Grund für die Befangenheit gilt, der Staatsanwaltschaft Wien nicht vorenthalten habe. Ein endgültiges Gutachten hat Havranek nicht mehr erstellt, lediglich das 23-seitige Vorgutachten liegt der Anklagebehörde vor. Mit den knapp 728.000 Euro soll der Zeitraum vom 27.8.2008 bis 3.7.2009 abgegolten werden, so "News" unter Berufung auf die Endabrechnung. (APA)

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11 Postings
Walter Tiefenthaler
00
13.11.2009, 02:44
das ist ok!

der herr kennt sich aus und die forderung ist nicht ueberzogen. leider stehen nun - bedingt durch die dumme vorgehensweise der republik - noch hoehere kosten an.

José Atento
10
9.11.2009, 15:56
eur 149 /Std.

im Mix für alle Mitarbeiter- Qualifikationen.
Das ist nicht gerade billig, aber vielleicht noch im Toleranzbereich.

In 4866 Std. müssten eigentlich schon einige Ordner für das Gutachten zusammenkommen.
Also sollen die einmal nachweisen, was sie da alles getan haben.
Nur 23 Seiten? Ist das die Zusammenfassung?

Es ist schon unglaublich wie leicht manche ihr Geld verdienen. Ohne gute Freunde geht das wohl kaum.

Martin Schmidt
10
30.10.2009, 12:15
also ned schlecht der verdienst....

wenn ich so viel pro stunde verlangen würde, würd ich über 23.000,-- im monat verdienen. da würd ma schon die hälfte reichen :-)

José Atento
00
9.11.2009, 16:01

Ein Stundensatz von 149 EUR im Mix ist ganz passabel, vor allem wenn es nicht nur höchst qualifizierte Leute waren, die daran arbeiteten.

Aber grundsätzlich kann man natürlich die Honorarnote nicht mit dem Einkommen eines Angestellten vergleichen.

Aber Sorgen mache ich mir um diese Kanzlei auch keine ;-)

parmigiano
00
30.10.2009, 14:27

wenn Sie schon so rechnen, müssen Sie auch berücksichtigen, dass ein angestellter keine miete für geschäftsräumlichkeiten zahlen muss, keine angestellten zahlen muss, nicht noch gesondert für sozialversicherung sorgen muss, etc.

PS nicht, dass wir uns falsch verstehen: der herr havranek wird mit seiner gutachtertätigkeit schon das auslangen finden ;-)

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11
29.10.2009, 23:29
das is ja garnet soviel

das sind netmal 200€/arbeitsstunde.

insofern ein guter preis für einen gutachter!


in welcher welt lebts ihr eigentl.?
gutachter, rechtsanwälte etc MÜSSEN das verdienen.
die lernen schließlich auch für jede prüfung am jurid.
ein halbes buch auswendig um es danach wieder vergessen zu dürfen.


bissl mehr respekt biete ich mir aus.

somit verbleiben wir...
00
12.11.2009, 15:25

respekt vor leistungsbereitschaft und dem willen sich zu bilden? in österreich? lol, niemals.

NaderNader
00
29.10.2009, 16:51
Im Vergleich zu Grasser, Meischberger & Cie

...eigentlich eine Mezzie, und noch dazu wirklich erarbeitet.

Dawn
11
29.10.2009, 17:54

Meischberger und Hochegger können da nur müde lächeln, das ist richtig.

Nur: 10 Millionen Schilling (!!!) für ein mehr als unfertiges (und offenbar fehlerhaftes) Produkt, ist eine Frechheit. Das ist bitte Steuergeld (im unterschied zu Meischi und Hochegger)!!!

Dabei mach ich nicht mal dem Herrn Havranek einen Vorwurf. Das muss schon der Staatsanwalt ausbaden.

somit verbleiben wir...
01
12.11.2009, 15:26

völlig egal ob es unfertig ist oder nicht. aber der bisher geleistete aufwand ist zu bezahlen.

pizarro
02
30.10.2009, 09:16
Alter, Schilling, was ist das?

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