Schinkels bleibt

29. Oktober 2009, 14:03
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Trainer von Schlusslicht SK Austria Kärnten von Präsident Canori bestätigt

Klagenfurt - Von einer möglichen Ablöse von Trainer Frenk Schinkels war gemurmelt worden, sollte Austria Kärnten das Heimspiel anlässlich der 13. Bundesligarunde am Mittwochabend gegen Rapid verlieren. Er bewege sich auf dünnem Eis, hatte der 46-jährige Coach selbst gesagt, ehe er mitansehen musste, wie das bis dahin tapfer mithaltende Tabellenschlusslicht gegen den Rekordmeister eine 1:0-Führung in den letzten zehn Minuten noch aus der Hand gab und 1:3 verlor. Durch Kapfenbergs vorangegangenen 1:0-Erfolg über die Wiener Austria beträgt der Kärntner Abstand zum rettenden Ufer nun schon fünf Punkte.

Am Donnerstagvormittag verfügte sich Schinkels zu einem Krisentreffen mit Präsident Mario Canori. Ergebnis: Der Trainer bleibt. "Ich habe Frenkie Schinkels nach Kärnten geholt und bin wild entschlossen, den eingeschlagenen Weg mit ihm weiterzugehen" , sagte Canori. Es brauche nur noch "ein bisschen Geduld und Glück, um eine Leistung abzurufen, die auf Dauer nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat" . Die nächste Chance zur Wende ergibt sich am Samstag im Auswärtsspiel bei Sturm in Graz.

Canori hatte Schinkels schon vor den vermurksten Heimpartien gegen Wr. Neustadt (0:0) und Kapfenberg (1:1) das Vertrauen ausgesprochen und festgestellt, dass die Mannschaft zu viel Klasse und Charakter besitze, um abzusteigen.

Viel hänge aber davon ab, ob die Stadt Klagenfurt und das Land Kärnten bereit seien, unterstützend zu wirken. Vom Land hat die Austria derzeit keine finanzielle Hilfe zu erwarten. Der Verein solle sich einmal sportlich konsolidieren, sagte Landeshauptmann Gerhard Dörfler in der Pause der Rapid-Partie. Dörflers einfache Rechnung: Mehr gute Spiele und Punktgewinne erhöhen das Zuseheraufkommen, was wiederum den Finanzen zugutekommt. (APA, lü, DER STANDARD Printausgabe, 30.10.2009)

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    Frenkie Schinkels bleibt bei der Talfahrt der Austria Kärnten weiter an Board.

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