Salzburg - Im Pongau ist eine rund 1.700 Jahre alte Lampe gefunden worden: Die Lampe aus Ton hat der Kustos des Schaubergwerks Sunnpau in St. Veit, Hans-Werner Pelzmann, mit seinem Kollegen Markus Obermoser vor etwa drei Monaten entdeckt. Die mit einem Gesicht versehene Lampe lag in einer Wasserlacke in der "Großen Halle" des "Matthiasstollens", wo vor rund 4.000 Jahren mit dem Abbau von Kupfer begonnen wurde.
Pelzmann und Obermoser räumten Steine und Geröll aus der Wasserlacke und glaubten zuerst, es sei ein Stein. Bei näherem Hinsehen erkannten sie darauf ein Gesicht und identifizierten den Fund als Lampe, bei der damals drei Dochte angezündet wurden, so Pelzmann.
Hintergrund
Im Schaubergwerk Sunnpau können in einer knappen Stunde rund 4.000 Jahre Bergbau "erlebt" werden: Von den urzeitlichen Anfängen mit Steinschlägel, Holzkeil und Feuersetzung über den Erzabbau mit Bergeisen und Meißel bis hin zum Einsatz des Sprengpulvers. Wahrscheinlich reicht der Beginn dieses Bergbaues zurück bis in die Jungsteinzeit - es ist eines der ältesten Bergwerke in Salzburg, und in Mitteleuropa sei kein zweites prähistorisches Bergwerk bekannt, wo man nur mit der Feuersetzung so weit in hartes Kalkgestein und Dolomit in den Berg vorgedrungen sei, so der Kustos.
Frühere Funde
Bei der Wiedergewältigung des teilweise verstürzten Stollensystems war das Grab eines Bergmannes gefunden worden, der um 1100 bis 1000 v.Chr. mit Grabbeigaben im Berg bestattet worden war. Eine Körperbestattung in der "Urnenfelderzeit" - noch dazu im Berg - sei einmalig, sagte Pelzmann. Eine Rekonstruktion des Grabes ist im Schaubergwerk, die Skelettteile sind im Seelackenmuseum in St. Veit zu sehen.
Bei den von den Universitäten Southampton und Innsbruck in den Jahren 1985 bis 1989 durchgeführten archäologischen Grabungen am Klinglberg in St. Veit wurde eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1850 v.Chr. nachgewiesen. Holzkohle- und Knochenfunde im Bereich des Sunnpau-Stollens wurden mittels der Radiokarbon-Methode untersucht und mit 1500 bis 1000 v.Chr. datiert. (APA/red)
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Nachsatz: Übrigens eine besonders miese Fälschung. Das Ding hätte ja nie funktioniert. Oben wird das Öl eingefüllt, in den drei Löchern unten stecken die Dochte. Wenn man nun den Neigungswinkel betrachtet, was passiert dann mit dem Öl?...... Na?
Bingo, es rinnt sofort aus!!!
Bei echten Öllampen sind die Dochtlöcher NIEMALS auf Bodenhöhe.
Also: Entweder hat die Redaktion einfach das Archiv nach "Öllampe" durchsucht, oder den rührigen Herrschaften vom Schaubergwerk hat ein begabter Scherzkeks ein Ei gelegt.
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