Antwort auf Kompromissvorschlag zum Atomprogramm erwartet

28. Oktober 2009, 22:44
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Solana telefoniert mit iranischem Atom-Unterhändler Jalili

Wien - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) in Wien erwartet am Donnerstag die Antwort der Regierung in Teheran auf ihren Kompromissvorschlag zum iranischen Atomprogramm. Der iranische Gesandte Ali Asghar Soltanieh wird von IAEA-Chef Mohamed ElBaradei empfangen. Teheran hatte am Dienstag angekündigt, die IAEA werde innerhalb von 48 Stunden eine Antwort zu dem Schlichtungsvorschlag zur Anreicherung iranischen Urans im Ausland erhalten.

Kurz vor der erwarteten Antwort Teherans auf einen Kompromissvorschlag zu seinem Atomprogramm haben der iranische Atom-Unterhändler Said Jalili und der EU-Chefdiplomat Javier Solana miteinander telefoniert. In dem Gespräch am Mittwoch seien sie übereingekommen, den Dialog fortzusetzen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf eine amtliche Mitteilung.

In den kommenden Wochen wollten sich Jalili und Solana erneut treffen, hieß es ohne nähere Angaben. In dem Bericht wurde nicht ausgeführt, ob in dem Telefonat auch Teherans Antwort auf einen Kompromissvorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) zur Sprache kam, die am Donnerstag vorgelegt werden sollte.

Schaffung eines "internationalen Rahmens"

Solana sagte laut Irna, die iranischen Vorschläge zur Lösung des Streits über sein Atomprogramm seien "erschöpfend" und enthielten "Punkte, die in unseren Augen wichtig sind". Teheran hatte die Schaffung eines "internationalen Rahmens" zur Verhinderung der Verbreitung von Atom-Waffen vorgeschlagen.

Die IAEA hatte der Islamischen Republik vorgeschlagen, bis zum Jahresende 1200 seiner 1500 Kilogramm leicht angereicherten Urans zur weiteren Anreicherung für Forschungszwecke nach Russland und Frankreich zu liefern. Dem Schlichtungsvorschlag hatten auch die USA zugestimmt.  (red/APA)

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