Ewige Standortsuche für ein Jugendzentrum

28. Oktober 2009, 19:24
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"Juz-Mark" wird Streitfall für Budget der Stadt Salzburg - Protestmarsch am Freitag

Salzburg - Es ist für viele längst ein Symbol für den aktuellen Zustand der Salzburger Kommunalpolitik geworden: Seit rund zwei Jahren sucht Salzburgs ältestes Jugendzentrum, "Mark.Freizeit.Kultur", eine neue Bleibe. Das Mark musste seine alte Heimstätte nach behördlichen Auflagen und einer Räumungsklage durch den Vermieter im Oktober 2007 verlassen.

Aber trotz aller Politikerzusagen droht dem 1966 gegründeten "Juz-Mark" nun eine Standortsuche in Permanenz. Ein - nach quälend langer Suche - vergangenen Mai präsentierter neuer Standort im Stadtteil Gnigl steht nämlich schon wieder zur Disposition. Die geschätzten Umbaukosten von einer halben Million Euro für das ehemals gewerblich genutzte Gebäude (zirka 650 Quadratmeter) dürften im Sparbudget für das Jahr 2010 schwerlich unterzubringen sein.

Damit wackelt aber der gesamte Haushalt. "Ohne Mark gibt es von der Bürgerliste keine Zustimmung zum Budget", so Klubobmann Helmut Hüttinger in Richtung des für Finanzen und Kultur zuständigen Bürgermeisters, Heinz Schaden (SPÖ). Umgekehrt allerdings legt sich die ÖVP gegen ein neues Haus für das Jugendzentrum quer. Die Stadt-Schwarzen schlagen vor, das Mark in der neu gebauten Arge-Kultur unterzubringen.

Ihr Hauptargument: Zur schalltechnischen Sanierung des verpfuschten Neubaus der Arge seien ohnehin schon 700.000 Euro notwendig. Also könnte man sich doch wenigstens das Geld für ein zweites Kultur-Haus sparen.

Die Jugendlichen reagieren auf den Politzank mit Protest. Für Freitag ist eine Demonstration zum neuen Standort in Gnigl geplant.(Thomas Neuhold, DER STANDARD Printausgabe 29.10.2009)

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