Die Audimaxler

28. Oktober 2009, 18:20
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Die "Audimax-Bewegung" protestiert gegen einen Umverteilungsstaat, der die falschen Prioritäten hat

Die Profifunktionäre von der ÖH bemerken, dass die Audimax-Besetzerbewegung sie nicht braucht. Die Audimaxler organisieren sich selbst, ziemlich effizient, von der Website bis zu den Putztrupps. Die Webadresse unibrennt.at wurde klug auf unsereuni.at versachlicht.

Und es passt, wenn eine Hauptforderung der "Bewegung" sich gegen die bloße "berufsvorbereitende Wirtschaftstauglichkeit" des Studiums richtet. Die humanistische Entfaltungsmöglichkeit muss auch möglich sein, denn nur das sensibilisiert gegen autoritäres Denken und Rassismus.

Es geht um ordentliche Ausbildung und Bildung. Was aber von etlichen im anonymen Führungskollektiv verdrängt wird: Es geht auch um Verteilung. "Die Studierenden verwahren sich gegen Versuche, sie gegen andere soziale Bewegungen auszuspielen." Gegen welche "sozialen Bewegungen"? Den Verein "Frühpension ohne Abschläge für alle"? Gegen Khol & Blecha? Gegen die falschen Krankenständler in staatsnahen Betrieben?

Die "Audimax-Bewegung" protestiert de facto gegen einen Umverteilungsstaat, der die falschen Prioritäten hat. (Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 29.10.2009)

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