UN-Folterberichterstatter Nowak abgeschoben

29. Oktober 2009, 10:38
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    foto: apa/epa/ivan franco

    Uno-Folterexperte Manfred Nowak: "Jetzt oder nicht"

Ministerpräsident Tsvangirai hatte den österreichischen Experten zu einer Untersuchungsmission eingeladen - Nowak will Reaktion der UN

Harare/Wien - Simbabwe hat dem UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak,  auf dem Flughafen von Harare festgehalten und am Donnerstag nach Südafrika zurückgeschickt, wo er seinen Einreiseversuch gestartet hatte. Dass es dabei Probleme geben werde, hatte Nowak zuvor telefonisch dem Standard aus Johannesburg mitgeteilt.

Sichtlich aufgebracht sprach Nowak nach seiner Ankunft in Johannesburg von einem "ernsten diplomatischen Zwischenfall". Er werde den Vereinten Nationen empfehlen, darauf zu reagieren.

Der frühere Oppositionschef und jetzige Ministerpräsident des Landes, Morgan Tsvangirai, hatte den österreichischen Experten zu einer Untersuchungsmission eingeladen. In Johannesburg wurde Nowak vom Außenministerium mitgeteilt, die Reise sei "verschoben" worden. Das Außenamt wird von einem Parteifreund des Langzeit-Staatschefs und ehemaligen Erzrivalen Tsvangirais, Robert Mugabe, geführt.

Als offizielle Begründung für die Abweisung nannte das Außenministerium geplante Konsultationen zwischen der Einheitsregierung und der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC zur Lösung der politischen Krise des Landes.

Nowak protestiert

Nowak machte klar, dass er seine Mission fortsetzen werde. "Ich habe deutlich gemacht, dass wir nicht ein zweites Mal anreisen", so Nowak. Dies sein "keine Art, mit den UN umzugehen". Am heutigen Donnerstag sollte er laut Programm den Regierungschef, aber auch Minister der zurzeit auf Eis liegenden Einheitsregierung zusammenkommen.

Die Situation in Simbabwe ist derzeit höchst angespannt. Tsvangirai und seine Partei boykottieren seit zwei Wochen die Regierung, es finden keine Kabinettsitzungen mehr statt. Ein Auslöser war die erneute Verhaftung Roy Bennetts, des designierten Vize-Landwirtschaftsministers und Vertrauten Tsvangirais. Der 52-jährige weiße Farmer war im Februar erstmals festgenommen und gegen Kaution freigelassen worden. Eine Richterin ordnete nun seine erneute Inhaftierung an.

Nowak wollte sich auch mit Oppositionsmitgliedern treffen und mit Bennett sprechen. Ihm zufolge gab es auch in den vergangenen Tagen neue Einschüchterungsmaßnahmen. Eine Person sei entführt worden. (red/raa/DER STANDARD, Printausgabe, 29.10.2009)

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14 Postings
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35
29.10.2009, 15:18

eine abschiebung ist sicher etwas anderes. sie haben ihn nicht einreisen lassen. aber nicht verhaftet und in schubhaft genommen und dort monatelang sitzen lassen und dann mit einem charterflug zurückgeschickt. vielleicht noch mit klebeband vor dem mund.

Jodokl
82
29.10.2009, 14:24
Bitte wir nehmen ihn nicht.

Das sag ich lieber gleich dazu.

ein Freund (der echte)
23
29.10.2009, 15:07
Bist Du wirklich...

... so dep*ert?

Jodokl
23
29.10.2009, 15:38

Was is mir dir los? Frechheit.

Andronikos
00
29.10.2009, 16:01
So, jetzt packenS einmal aus...

was hams denn gegen den Nowak?

chez guevara
104
29.10.2009, 12:58

also abgesehen davon daß ich mich nicht "folterexperte" nennen lassen würde und durchaus in würdigung der wichtigkeit seiner aufgabe muß ich schon sagen daß er eine kleine ahnung davon bekommen hat wie es ist ein "schübling" zu sein

byron sully
13
29.10.2009, 14:51

anscheinend ist ihnen der name manfred nowak kein begriff, sonst würden sie nicht so einen unfug schreiben.

Jodokl
21
29.10.2009, 15:38

oder eben gerade deshalb.

kinsm
36
29.10.2009, 11:48

Ich kenne manfred nowak seit vielen jahren als besonnenen und kompetenten juristen.
Es ist erstaunlich, welche schwierigkeiten menschen, die sich um folter- und terroropfer kuemmern wollen, die auf die einhaltung der menschenrechte draengen, immer wieder ausgebootet, abgeschoben und als vertreter der staatengemeinschaft nicht akzeptiert werden. Manchmal fuerchte ich, dass auch unser de-fekter rechtsstaat so etwas zulassen wird, ungleichbehandlungen werden schon geduldet (siehe salzburg und die aufnahme in alters/pensionistenheime), menschenwuerde des oefteren verletzt. Und in abschiebungen haben wir leider auch schon grosse erfahrung!

Tarik
11
30.10.2009, 08:58
Folter & Terroropfer?

Er kümmert sich mehr um Terroristen als um deren Opfer, die sind ihm volkommen egal.

Googlehupf2
30
29.10.2009, 11:48
Foltern kann man auf verschiedene Weise ...

.... ganze Völker oder die Menschheit insgesamt, wenn man ihrer überdrüssig ist und "Depopulation" auf seine Fahnen geheftet hat: siehe www.seite3.ch/

Chien de Pique
00
30.10.2009, 10:57
Wenn von einer Million Menschen (und großteils handelt es sich um Alte und Schwerkranke, da diese als Risikogruppe vorrangig geimpft werden) 5 innerhalb von vier Tagen versterben (und zwar 5 Alte/Schwerkranke),

ist da nichts wirklich Bemerkenswertes daran.
Stellen Sie sich einfach eine Großstadt vor, zur Hälfte von Pensionisten bewohnt. Würden Sie da 5 Todesanzeigen in 4 Tagen überraschen?
Bei einer Million Grippeerkrankter würden bedeutend mehr Alte und Kranke sterben, bei einer Million, die Placebos erhalten, hingegen wohl nicht sehr viel weniger.
(eine gewissse Belastung ist eine Impfung natürlich für den Organismus schon, aber man kann sich dann ausrechnen, wie sich eine Infektion, die regelmäßig Leute in die Intensivstation bringt, erst auswirken würde).
Wenn kein Alter oder Kranker in den ersten paar Tagen nach der Impfung sterben würde, hätten wir einen echten medizinischen Durchbruch, das wäre nämlich die erste Impfung gegen den Tod.

Googlehupf2
00
30.10.2009, 12:39
Ihre Reaktion geht von falschen Zahlen aus ....

... die ersten Opfer in dieser Dichte traten nach einer schwedischen Zeitungsmeldung (190 Opfer mit Beschwerden schon am nächsten Tag) unter dem durchaus lebendigen und gesunden Personal einer Krankenanstalt bereits nach den ersten 1000 und nicht nach Millionen, wie Sie meinen, auf, die um ein "gutes Beispiel" zu geben und für "notwendigen höheren Schutz" vorrangig geimpft wurden. Wie die Sache weitergeht ist vor allem in Massachussetts auszumachen, wo der Impfwiderstand hoch aber Zwangsimpfung angesagt ist. Das heißt, daß dort nach einem drastischen Gesetz, das die freiheitsliebenden US-Bürger als faschistisch einstufen mit Zwangseinweisung in Quarantäne-Stationen bis hin zu Kriegsrechts-ähnlichen Zuständen gegen sie vorgegangen wird.

Kuldip K.
 
53
29.10.2009, 09:52
Die Justiz war schon immer die Hure des Fürsten.

Und: von einem UN-Ausschuss zum anderen zu hoppen bringt unterm Strich:

NIX.

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