Fiat krempelt Chrysler um

28. Oktober 2009, 17:41
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NewYork - Anfang Oktober hatte Fiat-Chef Sergio Marchionne noch alle Zweifel ausräumen wollen: Er glaube fest an die Zukunft des angeschlagenen Chrysler-Konzerns. Was Marchionne sagt, zählt. Fiat hat im Juni 20 Prozent der Anteile bei Chrysler und damit die faktische Kontrolle übernommen.

Kommenden Mittwoch will Marchionne in einem sechsstündigen Vortrag sagen, was Fiat mit Chrysler vorhat. Der künftige Kurse steht bereits fest: Italien rein, Amerika raus, lautet die Devise. Fiat kehrt als Autohersteller auf den US-Markt zurück. Ab 2012 sollen Alfa-Modelle in den Chrysler-Werken gebaut werden, wie ein Sprecher des Konzerns bekannt gab. Der Chrysler Sebring soll ebenso mit Fiat-Technologie überarbeitet werden wie der Jeep-Grand Cherokee und der Chrysler 300C.

Die Aushöhlung Chryslers geht aber weiter. Gleich mehrere Jeep-Modelle sollen ausgemustert werden, die Hälfte der Chrysler-Palette wird gestrichen. Was mit den Mitarbeitern geschehen soll, ist noch unklar. Fiat wird jedenfalls sparen: Der Konzern hat 5,9 Milliarden Euro Schulden. (szi, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.10.2009)

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