Laborversuch stimmt über Zukunft von Muscheln nachdenklich

1. November 2009, 17:48

Forscher simulierten ozeanische CO2-Konzentrationen, wie sie für Ende des Jahrhunderts prognostiziert werden - Überlebensrate sank um mehr als die Hälfte

Wien - Schon geringfügige Schwankungen des pH-Werts haben dramatische Auswirkungen auf das Wachstum von Muscheln, wie Forscher der Stony Brook University School of Marine and Athmospheric Sciences feststellten. Besonders die Larven der Weichtiere reagieren auf Veränderungen der CO2-Werte und der dadurch verursachten Versauerung der Meere extrem sensibel. Die Forschungsergebnisse werden im Fachmagazin "Limnology and Oceanography" veröffentlicht.

In Laborversuchen haben die beiden Forscher Chris Gobler und Stephanie Talmage das Wachstum und die Entwicklung von Larven von kommerziell genutzter Muschelarten bei verschiedenen CO2-Konzentrationen untersucht. Unter den Bedingungen wie sie für das Ende des Jahrhunderts vorhergesagt werden, sank die Überlebensrate um mehr als die Hälfte. Die Larven waren überdies kleiner und brauchten für verschiedene Entwicklungsschritte bedeutend länger.

Muschelnachzucht in geschützten Bereichen

"In den vergangenen Dekaden haben wir gesehen, wie unsere Meere durch Überfischung, Algenblüten und globale Erwärmung bedroht werden. Nach unseren Forschungsergebnissen ist auch die Übersäuerung der Meere ein großes Risiko für unsere Ressourcen", so Gobler. Jene Spezies, die in Küstennähe leben, sind heute schon häufig CO2-Werten ausgesetzt, die bisher nicht vorhanden waren. Das sei vor allem auf den erhöhten Nährstoffeintrag zurückzuführen.

Auf Long Island gebe es bereits Aquakultur-Betreiber, die die Muschelnachzucht in geschlossenen Räumen betreiben und die Tiere erst später ins Freie bringen. Die drei untersuchten Muschelarten sind in den USA sehr geschätzte Nahrungsmittel und werden in zahlreichen landestypischen Gerichten verwendet. "Wir können den Züchtern nun genaue Hinweise für die CO2-Werte liefern, bei denen die Muscheln sich am besten entwickeln können", erklärt Talmage. (pte/red)

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15 Postings
mika33
02
2.11.2009, 10:52
muscheln gibnt es unverändert seit 100erten Millionen Jahren

mit viel höhern und viel niedrigeren CO2-Konzentrationen. Trotzdem gibt die Muscheln immer noch.
Also kann diese Studie nur Bullshit sein, so wie viele andere zu dem CO2-Klimakatastrophen-Thema

Zhdophanti
00
3.11.2009, 01:51
Naja

damals hats halt niemand interessiert ob die nur die Hälfte überlebt oder nicht :)

Captain_Harlock
01
2.11.2009, 14:33

Tja.. damals dauerten die Veränderungen auf den wesentlich höheren CO2 Gehalt aber auch Tausende von Jahren. Und da haben die Ozeane Zeit erstens das Wasser umzuwälzen und zweitens dadurch dann über Sedimentgestein den sinkenden pH zu puffern.

Die Thermohaline Strömung braucht ~1600 Jahre für einemal rundherum.

srinivasa
01
2.11.2009, 16:01

Was die die Studie nicht berücksichtigt, ist die evoultionäre Anpassung der Spezies. Ich kenne die Reproduktionsrate der Muscheln nicht, aber ich nehme an, da der CO2 Schock, so wie im Labor, nicht von heute auf morgen kommt, wird sich eher die Spezies verändern, als dass die Hälfte aller Muscheln stirbt.

Meine Wenigkeit mit viel Senf
00
2.11.2009, 13:06
Ja, aber sicher nicht ein- und dieselben.

Ist eine genauso sinnvolle Aussage, wie: "Landtiere gibt es unverändert schon seit einigen 100 Millionen Jahren", ja ein paar sicher, aber bei Weitem nicht alle.

Die CO2-Konzentration hat nämlich einen weiteren entscheidenden Nachteil, der sich z.B. schon bei Korallen bemerkbar macht: Die Muschelschalen sind (wie die Korallenskelette) aus Kalk, und Kalk löst sich in Kohlensäure auf. Je saurer das Meer, desto schwieriger wird's für Tiere, die auf Kalk angewiesen sind!

srinivasa
00
2.11.2009, 15:56

"Kalk löst sich in Kohlensäure auf, ..."
*kopfkratz*
Sie sollten sich einmal mit gekoppelten chemischen Gleichgewichten beschäftigen.

Andreas Schmidt
01
2.11.2009, 09:30
Der Wappler frißt mit seiner Nina Pizza mit Muscheln, die "Frutti di Mare"

Dann gibt es keine Muscheln mehr und wir können sie auf der Pizza nicht mehr fressen, das find ich schade!

Wennso Weitergeht...
32
1.11.2009, 18:25
Mir ham Muscheln ohnehin noch nie geschmeckt

;)

Spigola
06
1.11.2009, 18:46

Dann probieren sie es einmal damit, die Schalen beiseite zu lassen und nur das Innere zu verspeisen.

hast1
01
3.11.2009, 00:55

nur das schlatzige innere essen?

das ist ja abartig!

M L3
00
2.11.2009, 14:30
Und wie lässt man den Sand aus dem inneren Weg?

Grundsätzlich sind die Dinger auch nicht so meins. Fleisch oder Fisch hab ich da lieber .

werwolfi
00
2.11.2009, 03:32

ja, mit muscheln ist's wie mit bananen - man isst nur das innere ;o)

Top Quark
00
2.11.2009, 14:04
Und

Kokosnüsse haben keine Kerne!... ;-)

censorship sucks
03
1.11.2009, 22:25
davon schmecken sie auch nicht besser

sie sind nur weniger knusprig

Doktor Leid
00
2.11.2009, 08:01
fritiert vieleicht?

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