Neue Batterien-Generation für längere Verwendung

28. Oktober 2009, 16:01
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Grazer Forscher machen Silizium für Lithium-Ionen-Batterien nutzbar

Graz - Moderne Elektrogeräte verschlingen mehr Energie und auch die Automobilindustrie wartet auf leistungsfähigere Energiespeicher. "Für die Entwicklung der nächsten Generation ist eine echte Revolution nötig. Wir brauchen neue Speichermaterialien für Lithium-Ionen-Batterien", erläutert Batterieforscher Stefan Koller vom Institut für Chemische Technologie von Materialien der Technischen Universität Graz. Gemeinsam mit Kollegen aus Wissenschaft und Wirtschaft hat er ein solches Trägermaterial für elektrochemische Reaktionen entwickelt.

Das Verfahren macht Silizium für Lithium-Ionen-Batterien nutzbar, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der TU Graz. Dessen Speicherfähigkeit ist zehnmal höher als beim bislang verwendeten Graphit und lässt damit auf deutliche Verbesserungen für die Nutzer hoffen. Die Forscher setzen ein siliziumhältiges Gel ein und bringen es auf Graphit als Trägermaterial auf. "Dabei wirkt der Graphit als Puffer, um die großen Volumenänderungen des Siliziums bei der Lithium-Ionen -Aufnahme und -abgabe abzufedern", erklärt Koller.

Silizium weist eine rund zehnmal höhere Lithium-Ionen-Speicherfähigkeit auf als der bisher kommerziell verwendete Graphit. Das neue Material kann bei unveränderter Lebensdauer der Batterie mehr als die doppelte Menge an Lithium-Ionen speichern. Ihre Entwicklung haben die Forscher kürzlich gemeinsam mit Kooperationspartner Varta Microbattery zum Patent eingereicht. (APA/red)

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