Industriellenvereinigung

Ein Viertel der Österreicher unterstützt den Rest

28. Oktober 2009, 14:39
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    foto: apa

    Rechne man die Transferzahlungen ein, dann sei das Einkommen in Österreich sehr gleichmäßig verteilt, so die Industriellenvereinigung.

Nach Sozialtransfers geht Einkommensschere nicht auseinander - Reallöhne steigen

Wien - Die Industriellenvereinigung versucht mit einer vorgestellten Studie nachzuweisen, dass in Österreich viel umverteilt wird und der Wohlstand für die breite Bevölkerung in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Ein Viertel der Österreicher zahlt mehr in das System ein, als an sie zurückfließt, drei Viertel - vom Kleinkind bis zum Pensionisten - sind hingegen Netto Transferbezieher, heißt es in der Studie.

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Bevölkerung ist erwerbstätig, aber die Hälfte der Erwerbstätigen empfängt mehr Sozialleistungen als sie einzahlen, so die Studie. Empfänger sind außerdem die 52 Prozent der Bevölkerung, die nicht erwerbstätig sind, wie Kinder, Pensionisten, Arbeitslose, Invalide oder im Haushalt tätige Ehepartner.

In Summe würden damit 1,9 Millionen Österreicher jeweils mehr als drei Nettotransferbezieher unterstützen. Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, würde sich die Situation "noch verschärfen", warnt die Industriellenvereinigung. Wie schwierig die politische Durchsetzung einer Veränderung wäre, zeigt ein anderer Vergleich: Zwei Drittel der Wahlberechtigten sind Nettotransferbezieher, nur ein Drittel Nettozahler.

Einkommen in Österreich sehr gleichmäßig verteilt

Rechne man die Transferzahlungen ein, dann sei das Einkommen in Österreich sehr gleichmäßig verteilt. Nur in Bulgarien, Dänemark, Slowenien und Schweden seien die Einkommen gleicher und in den vergangenen zehn Jahren sei die Verteilung sogar gleicher geworden. Bei den am Markt erzielten Einkommen ist hingegen die Verteilung über die letzten drei Jahrzehnte deutlich ungleicher geworden.

Die Industriellenvereinigung weist auch die Darstellung zurück, die Reallöhne seien in den vergangenen Jahren gesunken. Dieser Rückgang beziehe sich nur auf die Durchschnittslöhne, weil neue Arbeitnehmer dazu gekommen seien, die unterdurchschnittliche Löhne haben. Im Gegensatz dazu seien die kollektivvertraglichen Lohnabschlüsse über der Inflationsrate gelegen und auch die kumulierten Lohneinkommen seien stärker gestiegen als die Preise, argumentiert die IV. (APA)

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also dann ...
00
3.12.2009, 09:20
die IV ist ja - offensichtlich - zum abschreiben zu d o o f...

siehe ihre pamphlet :
"wohlstand, armut & umverteilung in österreich"
z.b. seite 7
- exporte 170 mrd (quelle : österr. statistik)
nur weist die ÖSTAT exporte von 117 mrd (!) aus...
zusätzlich haben die verantwortlichen f.d.papierl
(mag. beyrer + dr. wallner) schlicht darauf vergessen
den IMPORT-anteil v.d. exporten abzuziehen...
d.h.
sie "behirnen" nicht mal die V G R !
ad. seite 38
die IV erwähnt 3,6 mio erwerbstätige (2008)
(OHNE quellenangabe ?)
- laut ÖSTAT gabe es bereits 2006 4,2 mio (!)
erwerbstätige...
und die c h u z p e schlechthin, seite 60.
2,153 mio pensionisten erhalten geld vom staat...
die pensionen
sind eine VERSICHERUNGS-LEISTUNG...

die IV ist zu d u m m...
zum abschreiben v.d. öffentl. statistik !!!

Otto Ottinger
 
01
2.12.2009, 22:48
wegzurechnen ist noch der Staatsnahe Sektor

Beamte, öffentlich Bedienstete, ORF, GIS, staatliche Zwangsmonopolisten, Kammern, Dienstleister die Ihre Umsätze staatlicher Regulierung zu verdanken haben wie AMS Trainer, Steuerberater, Förderberater, Verkehrspsychologen, die zwar nach dieser Rechnung mehr einzahlen aber ihre Einkünfte aus dem Steuertopf erhalten.

In Wahrheit ist nur noch eine verschwindende Minderheit die als Nettozahler übrigbleibt. Die wird dafür umso brutaler ausgequetscht.

Demokratisch ist da nichts mehr zu machen. Die Ausbeuter des Systems haben die erdrückende Mehrheit.

Eleazar
00
17.11.2009, 16:32

und ein noch geringerer Prozentsatz als das viertel nützt allen anderen aus.

also dann ...
00
17.11.2009, 08:59
die phrasen der IV haben ja mit der r e a l i t ä t ... wenig zu tun :

arb. lose + pensionen sind k e i n e transfers,
sondern versicherungsleistungen !
und w e r ...wieviel an beiträgen leistet, ist leicht auszumachen :

ad. transfers... (integr.eink.steuer 2006,seite 48,49).
- jene die über 50 k p.a. verdienen = 5.949,-
- ..."...".. unter 10 k p.a....."........ = 2.921,-
(je st.pflichtiger).
ad. sonstige transfers (75 % FBH) : 5.941,-/2.413,-.
(je st.pflichtiger).
- - -
wer zahlt k e i n e steuern ?
- 31 % der lohn-abhängigen (lohnst. 2006, s.35)
- 31,5 % der selbständigen (eink.steuer 2006,s.49)
- 40,9% der kap.gesellschaften (köst 05, s.37)
von den A G `s ...
- zahlen 50,8 % ( ! ) keine köst (seite 41)
sie zahlen 627 mio = 12,3 % der köst (5,07 mrd).

derEismann
00
1.12.2009, 13:35

Zuschüsse zu den Pensionen sind aber sehr wohl Transfers. Und nicht einmal die ASVGs sind zu 100 % selbst gedeckt (obwohl die nahe dran kommen).

Arbeitslose: Da gebe ich Ihnen recht, aber meistens fallen die Menschen, sobald sie arbeitslos sind, unter eine gewisse Grenze und sind dann auf Transfers (Wohnbeihilfe etc.) angewiesen.

also dann ...
00
3.12.2009, 09:10
ad. zuschüsse zu pensionen...

nun diese mache nca. 6,5 mrd p.a. aus
(überwiegend für beamte, bauern + selbständige)
- die subventionen jedoch 9,8 mrd ( ! )
nur - darüber spricht die IV natüralich nicht gerne...

living reef
46
4.11.2009, 16:09
ein viertel der österreicher bereichert sich auf kosten

von drei viertel österreicher! jahresgehälter jenseits von euro 150.000 sind schlichtweg unmoralisch!

derEismann
00
1.12.2009, 13:39

Ah ja, wir haben also 2 Mio Manager in Österreich mit 150k Jahresgehalt und höher.

Dann haben wir (mit 50 % und mehr Abgaben) 150.000.000.000 Euro Steuereinahmen oder 150 Mrd. Euro. Bei Ausgaben von 130 Mrd. in Österreich können wir also nach Besteuerung dieser Gruppe alle anderen Steuern abschaffen und hätten noch ein fettes Plus.

Es ist wohl eher die Mittelschicht, die auch gerade mal genug zum Leben hat (wenn die Kinder haben), die die Zeche zahlt und nicht die Oberschicht. Ihre Ignoranz ist wirklich widerlich.

datenbauer
00
29.11.2009, 13:51

ich beziehe null sozialleistungen und gehöre somit dem 1/4 an. wo sind meine 150k€ jahresgehalt?

135
 
01
4.11.2009, 11:05
Und wie steht es mit den Kapitaleinkommen?

Wenig besteuert oder garnicht?
Keine Sozialabgaben und Tourismus in die Steueroasen und Stiftungen?
Listen sie das auf, Herr Pröll....

derEismann
01
1.12.2009, 13:41

Das Problem ist leider die Umverteilung in beide Richtungen. Der Pröll muss natürlich sein Klientel verteidigen, die SPÖ die andere Seite (Leute mit niedrigem Einkommen, Pensionisten).

Im Moment zahlt halt der Mittelstand die Steuern der Vermögenden mit und bedient damit die Unterschicht (stärker als in irgendeinem andern Land, denn beim Umverteilen sind wir die Nummer 1).

Michael Bakunin
10
4.11.2009, 09:24

hab gar nicht gewusst, dass "im Haushalt tätige Ehepartner" etwas vom staat bezahlt bekommen?
kann mir das die IV bitte genauer erklären?

el ka
01
7.11.2009, 08:35

naja, ich denke z.B. die Kranken- und Unfallversicherung ohne eigene Beiträge (Stichwort: Mitversicherung, die deshalb nicht mehr kostet)...

halte ich für gut, ist aber in der tat eine Leistung der Allgemeinheit

Michael Bakunin
00
7.11.2009, 10:54

das zahlt nicht der staat, sondern die versicherung.

el ka
01
7.11.2009, 15:21

sowohl der "staat" sind wir alle ... als auch die versicherten...
weder staat noch versicherung könnte irgendwas zahlen, wenn wir als solidarisch haftenden quasi ned zahlen würden

wie die geldsammelquelle nun heißt ist dabei sekundär

Michael Bakunin
00
8.11.2009, 10:15

das ist ja der sinn einer versicherung.

angelo6
02
2.11.2009, 16:40
Pensionen, Arbeitslose etc. sind Versicherungsleistungen

ASVG-Versicherte zahlen sich ihre Pension großteils selbst, was man von Beamten und Politikern nicht behaupten kann!

Michael Bakunin
00
4.11.2009, 09:22

auch beamte und politiker zahlen von ihrem lohn einen teil als pensionsversicherung.

angelo6
02
4.11.2009, 09:51
aber halt viel weniger

Eigendeckung bei ASVG ca. 85 %, Politiker und Beamte um die 30 %!

springflower
23
2.11.2009, 13:35
Das Transferkonto ist deshalb ein Ablenkungsmanöver,

weil man auf keinem Konto der Welt auflisten kann, wie viel Geld durch Selbständige und Freiberufler dem Fiskus und damit dem Staatsbudget unterschlagen wird:
1) günstige Gestaltung der Gewinnsituation (möglichst keinen Gewinn ausweisen, dann muss man auch keine Steuer zahlen),
2) vermeintliche "Beschäftigung" von Familienmitgliedern im eigenen Betrieb (lediglich Anmeldung aber keine Arbeit der Betreffenden),
3)Auto Wohnung, Essen, Reisen - alles wird als gewinnmindernd in der Buchhaltung verbraten, auch Privates.

Diese Möglichkeiten hat kein unselbständig Erwebstätiger, da seine Steuer- und Abgabenlast automatisch abgebucht wird und es nur minimale Möglichkeiten der Steuerminderung beim Jahresausgleich gibt.

red alert
 
07
3.11.2009, 16:45
Ja, ja, die bösen selbstständigen!

schön das parteigeschwätz die hirne vernebelt.
die selbständigen sind die bösen, vergessen wird auf 1Mann/frau-Unternehmen, die sich selbst ausbeuten, auf werksverträge, und andere prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

für meine Person: ich bin vertragsbeamtet, angestellt und frei und selbstständig.

viel gescheiter wäre es die x-fachen sozialversicherungsanstalten bzw. Krankversicherungen zusammenzulegen.
aber da traut sich wieder keiner drüber, weil rot und schwarz bei der eigenen Beamtenklientel einsparen müßten.

springflower
00
2.11.2009, 12:36
Interessant -

warum haben wir dann 1 Million Mitbürger, die arm oder armutsgefährdet sind und warum veröffentlichen integre Sozialeinrichtungen wie die CARITAS ständig steigende Zahlen von Menschen, die die Sozialeinrichtungen stürmen? Irgendwer türkt da Statistiken - wer wohl?

Nashwin_Fuller
 
04
2.11.2009, 13:59
Der Trick mit den Definitionen.


Es kommt halt auf die Definition von "Armutsgefährdung" an. Wenn man die Grenzen nur locker genug zieht, kann man auch 8 Millionen Österreicher als potentiell von Armut gefährdet bezeichnen.

Außerdem muss weder die Caritas noch die Industriellenvereinigung lügen. Die Aussagen beider Vereine widersprechen sich nämlich gar nicht. Lesen Sie den Artikel einfach mal genau durch.

sag mir alles
32
31.10.2009, 22:01
anders gesagt:

3/4 der bürger hat die schüssel ÖVP alles weggenommen zum leben.

Wild Tigres
02
1.11.2009, 11:22
wer auch sonst, war es doch v.a. die övp

die den kanzler in den letzten 38 jahren gestellt hat :)). und nach der övp hat es niemand sonst mehr gegeben :)))

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