SAP erwartet schwächeres Software- und Wartungsgeschäft

28. Oktober 2009, 09:27
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Umsatzprognose für Software- und Wartungsgeschäft reduziert - Schwache Nachfrage vor allem in Schwellenländern und Japan

Der Softwarekonzern SAP hat nach einem umsatzschwachen dritten Quartal seine Erwartungen an das Software- und Wartungsgeschäft reduziert. "Während wir Anzeichen für eine Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds sehen, bleibt der Markt schwierig", räumte Finanzvorstand Werner Brandt am Mittwoch bei der Vorlage des Quartalsberichts in Walldorf bei Heidelberg ein. SAP rechne nun fürs laufende Jahr mit einem Rückgang der Software- und Software-bezogenen Service-Erlöse um sechs bis acht Prozent. Bisher hatte der mit Oracle und Microsoft konkurrierende Konzern nur einen Rückgang um vier bis sechs Prozent einkalkuliert.

Erwartungen

Mit den jüngsten Quartalszahlen verfehlte SAP die Erwartungen von Analysten bei den Umsätzen und beim Betriebsgewinn. Der Konzernumsatz sank in den Monaten Juli bis September um neun Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten Umsätze von 2,64 Milliarden Euro erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn gab im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent auf 674 Millionen Euro nach, da SAP Geld für den laufenden Stellenabbau aufwenden musste. Mit dem im Zuge der Wirtschaftskrise verordneten Personlabbau ist der Konzern fast am Ziel, da bereits 2900 der geplanten 3000 Stellen weggefallen sind.

Weniger Umsätze

Vor allem in Schwellenländern und Japan hat SAP mit schwacher Nachfrage zu kämpfen. Dort hätten die Software- und Wartungserlöse im dritten Quartal unter den Erwartungen gelegen, erläuterte Finanzchef Brandt. Gleichwohl sei die um Sondereffekte bereinigte operative Marge binnen Jahresfrist um 0,8 Prozentpunkte auf 26,9 Prozent gestiegen. Maßgeblicher Grund dafür waren die gesunkenen Umsätze. Ohne Berücksichtigung der Service-Erlöse rutschte das Software-Geschäft in den Monaten Juli bis September um 31 Prozent auf 525 Millionen Euro in den Keller.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Weltmarktführer für Unternehmens-Software seine Erwartung, die um Sondereffekte und Wechselkurseffekte bereinigte operative Marge in einem Korridor von 25,5 bis 27 Prozent zu halten. Das Gros der Umsätze und des Gewinns fährt SAP gewöhnlich im laufenden vierten Geschäftsquartal ein.(APA)

 

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