Angeschlagene Caps behielten in Salzburg die Oberhand

28. Oktober 2009, 00:09
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3:2 der ersatzgeschwächten Wiener - Vizemeister konnte im Schlussdrittel zweimal 5:3-Überzahl nicht nützen

Salzburg - Stark ersatzgeschwächte Vienna Capitals erkämpften am Dienstag in der 18. Runde der EBEL einen 3:2-Erfolg bei Vizemeister Salzburg. Die Wiener sind nun seit fünf Spielen unbesiegt.

Die Capitals gingen durch Ex-Salzburger Christoph Draschkowitz (4.) in Führung. Der Youngster traf nach einer sehenswerten Einzelaktion. Salzburg war jedoch über weite Strecken das bessere Team und drehte die Partie durch Tore von Matthias Trattnig (13.) und Steven Regier (23.). Der Vizemeister versäumte es aber, nach der Führung nachzulegen und kassierte noch im zweiten Drittel den Ausgleich. Daniel Nageler (36./PP) traf im Powerplay. Nageler (52./PP) war es auch, der in der 52. Minute - erneut im Powerplay - für die Niederlage der Salzburger sorgte. Davor hatten die Gastgeber aus zwei 5:3-Überzahlspielen kein Kapital geschlagen.

Draschkowitz hatte direkt nach einem abgelaufenen Überzahlspiel mit einem sehenswerten Haken Matthias Trattnig aussteigen lassen und danach eiskalt ins Kreuzeck verwertet. Eine große Genugtuung für den Spieler, der bei Salzburg im Farmteam war und nicht in der ersten Mannschaft zum Zug kam. Salzburg steigerte sich, Strafen brachen jedoch ihren Rhythmus und Caps-Keeper Frederic Cassivi packte beherzt zu, wenn es notwendig war. Dann musste der Wiener Rafael Rotter angeschlagen vom Eis, was dem Trainerstab angesichts der fehlenden Optionen in der Offensive große Sorgen bereitete.

Regiers Schuss zur Salzburger Führung war glücklich, der Puck rutschte Cassivi zwischen Hand und Körper ins Tor. Rangier jubelte denn auch mit Verzögerung, als er der über die Linie gekullerten Scheibe ansichtig wurde. Salzburg vergab danach einige Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Als dann Wiedergut zum dritten Mal auf der Strafbank saß,  stand Nageler nach vier schnellen Passes vor dem leeren Tor und traf zum Ausgleich. Danach wurde das Spiel ruppig. Dan Björnlie kassierte beim Abgang in die zweite Drittelpause eine Strafe über 2+10 Minuten. Eine weitere Schwächung für die Gäste.

Die Charakteristik der Partie änderte sich auch im letzten Drittel nicht. Doch während die Hausherren weiter ihre Gelegenheiten ausließen - Lynch traf nur die Stange, Regier scheiterte allein vor Cassivi - nutzten die Caps ihren zweiten Torschuss des Drittels zur erneuten Führung. Erneut hatte Nageler getroffen. Das Geschehen wurde nun immer unsauberer, es hagelte Strafen. Regier bekam für seinen Check gegen Björnlie 5 Minuten plus eine Matchstrafe aufgebrummt. Gratton und Siklenka kamen nach einem Faustkampf mit jeweils zwei Minuten davon. (red)

Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 2:3 (1:1,1:1,0:1). Salzburg, Volksgarten, 2.200, SR Schimm. Tore: Trattnig (13.), Regier (23.) bzw. Draschkowitz (5.), Nageler (36./PP,52./PP). Strafminuten: 25 plus Matchstrafe gegen Regier bzw. 18 plus 10 gegen Björnlie

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