Großfahndung nach Anschlag auf Polizei in Athen

28. Oktober 2009 17:17

Unbekannte eröffnen von Motorrad aus das Feuer auf Polizeistation

Athen - Nach einem Angriff mit sechs verletzten Polizisten in Athen hat die griechische Polizei am Mittwoch eine landesweite Großfahndung eingeleitet und zahlreiche Autos kontrolliert. Die Hintergründe des Anschlags auf eine Polizeistation waren unklar, zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Nach Medienberichten erinnerte der Anschlag aber an Taten der Gruppe "Revolutionärer Kampf", der meistgesuchten Terrorgruppe des Landes.

Nach Medienberichten eröffneten die Täter aus automatischen Waffen das Feuer auf die Polizeiwache in einem Vorort. Mindestens 100 Schüsse seien abgefeuert worden, anschließend seien die Männer auf Motorrädern entkommen. Die Opfer wurden umgehend in das nächste Krankenhaus gebracht. Zwei verletzte Polizisten befanden sich am Mittwoch noch in kritischem Zustand. Kurz nach der Tat wurden drei der Fluchtmotorräder an einer Metro-Station unweit der Polizeiwache im Vorort Agios Pareskevis entdeckt.

In Griechenland kommt es seit fast einem Jahr immer wieder zu Angriffen und Anschlägen auf Banken oder Firmengebäude internationaler Konzerne. Oft ist auch die Polizei Ziel von Attacken. Im Dezember vergangenen Jahres war ein Jugendlicher bei Auseinandersetzungen zwischen Autonomen und Sicherheitskräften tödlich von einer Polizeikugel getroffen worden. Daraufhin kam es zu den schwersten Unruhen in Griechenland seit Jahrzehnten.

Die neue sozialistische Regierung in Athen hatte angekündigt, die Gewalttaten der anarchistischen und linksextremistischen Gruppen zu stoppen. Erst am Dienstag hatte die Polizei eine Belohnung von 600.000 Euro für Informationen ausgesetzt, die zur Verhaftung von Kriminellen mit Verbindungen zu Terrorgruppen führen. (APA)

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12 Postings
Sahin A.
28.10.2009 12:05
Das waren eindeutig Freiheitskämpfer!!!

Fjodor Konti
28.10.2009 02:29
diese darstellung ist leider (wieder einmal) falsch

"Vor knapp einem Jahr hatte ein Polizist einen 15-jährigen Jugendlichen bei einer Demonstration erschossen."

es gab vor dem tödlichen schuss weder eine demostration noch ausschreitungen (orf.at)

AlBundyFan
 
28.10.2009 10:05
aber noch falscher ist es

wegen der tat eines einzelnen zehntausende von menschen, nur weil sie denselben beruf ausüben, als kriminell hinzustellen.

in österreich sind solche angriffe gottseidank noch nicht gang und gäbe - aber der unmut wegen des 14jährigen erschossenen geht auch bei uns soweit,daß viele meinen, jeder polizist ist drauf aus kinder zu töten. wird auch bei jedem bericht über ein verbrechen hier im standard offenkundig.

byron sully
28.10.2009 23:38
allerdings

liegt das an der polizei-gewerkschaft (und am innenministerium). denn wenn ein polizist schwerverbrechen begeht, dann würde ich mir doch erwarten, daß sich die polizeispitze davon klar distanziert. das wäre sehr notwendig, auch angesichts dessen, daß der polizistenberuf ein sehr wichtiger ist. solange das nicht der fall ist, darf man ruhig eine polizie verurteilen, die es ungeheuerlicherweise nicht wagt, den krems-mörder (bzw. auch die mörder von omofuma, wague usw.) klar zu verurteilen und aus ihren reihen SOFORT auszuschließen.

ich möchte ein vertrauen in die heimische polizei haben - und dazu gehört es, sich von faschistoiden elementen ganz klar abzugrenzen.

Bastian Balthasar Bux
08.12.2009 00:12

wie man ihr posting rot stricheln kann ist mir schleierhaft ...

Malkaye
11.11.2009 09:04
dito aus deutschland

AlBundyFan
 
29.10.2009 10:05
jaja

die "krems-mörder" sind nicht ausgeschlossen worden weil das verfahren noch nicht abgeschlossen ist-alles davor wäre ungerecht und(wenn in jedem fall so gehandhabt)würde auch zu ungerechtfertigten entlassungen führen.
deshalb ist ein gerichtsverfahren abzuwarten und dann über konsequenzen nachzudenken.

leute wie sie haben ja schon beim 1.hören der nachricht von mördern gesprochen ohne überhaupt über die umstände bescheid zu wissen,was ich als vorverurteilung sehe(nur weil jmd.polizist ist)das hier vielleicht bestätigt wird aber in anderen fällen ist dieses verhalten grundfalsch und leben von unschuldigen werden zerstört durch kollektive vorverurteilungen.

farbrauschen
28.10.2009 21:06
der unmut kommt daher, dass die täter nicht zur verantwortung gezogen sondern geschützt werden.


dadurch entsteht in der bevölkerung ein berechtigtes gefühl von ungerechtigkeit,
und den paar sadisten unter den polizisten wird der rücken dadurch enorm gestärkt.
die wissen, sie können sich alles erlauben und tun es auch.
und sie versauen dadurch ihre kollegen, die sich ja anpassen müssen und solche aktionen mitdecken müssen, weil sie sonst als "nestbeschmutzer" denunziert werden.

das ist kontraproduktiv.

würde die polizei sich selber wirklich reinigen von solchen typen, die ja bei der exekutive wirklich nix verloren haben,
würde das tagwerk der polizei viel, viel mehr anerkennung finden.

Fjodor Konti
28.10.2009 12:31
ich hatte nicht die absicht diese aktion zu rechtfertigen

die repression durch die polizei (zumindestens) hier in exarchia ist aber leider alltäglich. das rechtfertig aber trotzdem keine solchen anschläge.

Charles Duchemin
28.10.2009 09:23
Die Formulierungen sind wirklich genial...

... wenn jemand von einem Polizisten ermordet wurde, ist er durch eine Polizeikugel gestorben....

Wurde die Kugel schon verurteilt?

Fjodor Konti
28.10.2009 12:22
nein.

er sitzt hier im gefängnis. aber prozess hat noch keiner stattgefunden.

schneebrunzer
 
28.10.2009 16:02
bei euch sitzt er wenigstens im gefängnis...

...bei uns schiebt er dienst wie gehabt!!!

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