Bis die Gehirnzellen vibrieren

27. Oktober 2009, 20:54
posten

Niederösterreich fördert Hightech mit Innovations- und Erfinderpreisen

Auch Innovationspreise können vielleicht helfen, das Image vom Ackerland zum Technologieführer zu wandeln: Der niederösterreichische Innovationspreis wurde heuer bereits zum 22. Mal vergeben; seit 1996 heißt er "Karl Ritter von Ghega Preis".

Mit dem Preis werden vom Land und der Wirtschaftskammer Niederösterreich F&E-Projekte niederösterreichischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich insgesamt mehr als 800 Firmen beteiligt.

Vergeben werden Preise in vier Kategorien und ein Hauptpreis. Neben Hauptpreisträger Happy Plating sind die weiteren Gewinner des Jahres 2009: Flammhemmende Textilien für Möbel- und Dekorstoffe der Firma Backhausen interior textiles (Kategorie Investitionsgüter und Prozessinnovationen), ein Designprogramm für Sitzbezüge von Autos der Firma Eybl Development (Organisations- und Marketinginnovationen), ein "Vibrostimulationsschuh" der Firma Pollmann, der durch Vibrationen Zellen im Gehirn anregt, die für das Gehen zuständig sind und so zur Heilung nach Unfällen und Schlaganfällen beiträgt (Konsumgüter und Produktinnovationen), und Mikroglaskugeln zur Speicherung von Wasserstoff, entwickelt vom Austrian Institute of Technology (AIT) im Auftrag der European Space Agency (Kategorie Forschungseinrichtungen).

Noch bis Ende Oktober einreichen kann man derzeit bei einem weiteren niederösterreichischen Preis: dem Genius Ideenwettbewerb der Gründeragentur RIZ. Teilnehmen können Mitarbeiter von Universitäten und Forschungseinrichtungen; beim eigenen Jugendpreis auch Schüler und Schülerinnen zwischen 14 und 20 Jahren. Dabei gibt es keine thematischen Vorgaben. Gesucht werden kreative Ideen für zukünftige Produkte. Einen Sonderpreis gibt es für Logistik und Mobilität. (mark/DER STANDARD, Printausgabe, 28.10.2009)

Share if you care.