Zeit, den Hund zu essen

27. Oktober 2009, 19:57
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Der ökologische Fuß- beziehungsweise Pfotenabdruck, den Haustiere lassen, ist tief

Auch Struppi und Mieze haben einen - einen ökologischen Fuß- beziehungsweise Pfotenabdruck nämlich, den sich nun zwei neuseeländische Nachhaltigkeitsforscher vorgenommen haben. Die Resultate fassen Brenda und Robert Vale im Buch Time to Eat the Dog? zusammen und treffen, wie Internetforen beweisen, damit Herrln und Frauerln weltweit in die tierliebenden Herzen. Manche antworten tiefverwundet mit der Aufforderung an die Autoren, anstelle von armen Hunden doch ihre eigenen Kinder zu verspeisen.

In der Tat schlagen die Vales vor, nur mehr Tiere, die selbst essbar sind oder wenigstens Essbares erzeugen, zu Haustieren zu erwählen. Denn nach ihren Berechnungen hat ein mittelgroßer Hund, der 164 Kilo Fleisch und 95 Kilo Getreide pro Jahr frisst, einen doppelt so hohen Energieverbrauch wie ein Toyota Land Cruiser, 10.000 km gefahren. Eine Katze bringt es immerhin noch fast auf einen VW Golf. Und wer zwei Hamster hat, versündigt sich im gleichen Ausmaß gegen die Umwelt wie ein Besitzer eines Plasma-Fernsehers - wobei jedoch die Hamster zumindest in ORF Country das Rennen um das bessere Programm gewinnen würden. (guha, DER STANDARD Printausgabe, 28.10.2009)

 

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