Mit wenigen Sätzen erzählen

27. Oktober 2009, 18:22
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Lesung von Taras Prochasko im Salzburger Literaturhaus

Ukrainische Schriftsteller erfreuen sich neuerdings auch hierzulande einer gewissen Bekanntheit. Erst heuer wurde eines der fünf Prosawerke von Taras Prochasko ins Deutsche übersetzt: Den Stoff für seine Geschichten schöpft der westukrainische Autor mit tschechischen Wurzeln aus der Erinnerung: an die Jugendzeit, die familiären Überlieferungen und Anekdoten. Ohne auf Chronologie zu achten, montiert Prochasko aus diesem Erinnerungsstrom kurze Episoden, die eine längst untergegangene Welt, Galizien, heraufbeschwören. Wie ich aufhörte ein Schriftsteller zu sein heißt der zweite, eher theoretische Teil des Buchs: 14 essayistische Kapitel über die Schwierigkeit, mit Schreiben Geschichte verständlich zu machen, Wirklichkeit allgemeingültig abzubilden. Am Mittwoch liest Prochasko, seine Übersetzerin Maria Weissenböck moderiert das danach folgende Gespräch, Michael Kolnberger trägt die deutsche Fassung vor. (dog/DER STANDARD, Printausgabe, 28. 10. 2009)


>> 29. 10., Salzburg, Literaturhaus. 20.00

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