Berichte über sexistische Übergriffe

27. Oktober 2009, 17:02
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Rednerinnen mit "Ausziehen" und "Buh-Rufen" vom Plenum begrüßt - FrauenAG fordert Eingreifen und Frauenquote bei Redebeiträgen

Wien - Im Rahmen der Besetzung des Audimax an der Universität Wien kommt es offenbar vermehrt zu sexistischen Überfällen gegenüber Frauen. Die "FrauenAG" der Audimaxbesetzung hat sich damit an die Öffentlichkeit gewandt und verweist auf Ausrufe wie  "Ausziehen", "Schleich dich du Hure" und Buh - Rufen aus dem Plenum während (antisexistischer) Redebeiträge von Frauen. 

Sexismus als Ausschlussmechanismus

Anlass für Protest bieten auch die sexistischen Wortmeldungen im Chat während des Livestreams und sexuelle Übergriffe im Schlafsaal. Die FrauenAG hielt in einer Aussendung vom Dienstag fest: "Frauen und Männer, denen ein antisexistischer Raum wichtig ist, finden diesen Zustand unerträglich und können oder wollen sich daher nicht, mehr oder nur teilweise an der Besetzung beteiligen. Viele Frauen fühlen sich vor allem in der Nacht unwohl und empfinden den 'Freiraum Uni' nicht als ausreichenden Schutzraum vor sexuellen Übergriffen."

Den sexistischen Umgang der Besetzer bezeichnen die Aktivistinnen als Ausschlussmechanismus, der eine breite Protestbewegung unmöglich macht. Sie fordern:

- Keine Akzeptanz von sexistischen Wortmeldungen am Podium
- Starkes Eingreifen von Allen bei sexistischen Übergriffen und Vorfällen
- Keine Diskussionen mit übergriffigen Typen, sondern Rauswurf
- Mindestens 50 Prozent Frauen bei Vorträgen, auf Podien, bei Diskussionsbeiträgen
- Mindestens 50 Prozent der Redezeit am Podium/ im Plenum für Frauen
- Respektvoller Umgang miteinander
- Ein Frauenraum als Rückzugsraum, Schlafraum, Diskussionsraum
- Geschlechtersensible Sprache bei Plakaten, Aushängen, Aussendungen (red)

Weiterlesen:

Besetzungen an österreichischen Universitäten - derStandard.at berichtet live

Link

unibrennt.at

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