Vorsicht vor Online-Betrügern

27. Oktober 2009, 17:06
  • Online-Betrüger nehmen arglose Wohnungssuchende ins Visier: Keinesfalls Vorauszahlungen leisten!
    foto: ap/montage: derstandard.at/putschögl

    Online-Betrüger nehmen arglose Wohnungssuchende ins Visier: Keinesfalls Vorauszahlungen leisten!

Angebliche Vermieter sitzen im Ausland und verlangen zwei Monatsmieten im Voraus

Das Inserat klingt mehr als verlockend: Eine 50-Quadratmeter-Mietwohnung mitten in der Stadt, voll möbliert und ausgestattet mit Flachbild-Fernsehgerät, Hifi-Set und DVD-Player, Balkon und kostenlosem Internet. Alles zusammen um 300 Euro monatlich, inklusive aller Betriebskosten und provisionsfrei. Der Vermieter weilt im Ausland, lässt aber per Paketdienst den Schlüssel innerhalb von zwei Tagen nach Österreich schicken, sodass man sich die Wohnung ansehen und dann entscheiden kann, ob man sie nimmt oder nicht.

Die Wohnung existiert nicht

So weit, so unbedenklich. Zeitgleich sollen allerdings zwei Monatsmieten an den vermeintlich selbstlosen Wohnungsbesitzer ins Ausland geschickt werden - und hier beginnt der Betrug. Das Geld wird geschickt, doch plötzlich stellt sich heraus: Die Wohnungsadresse ist völlig willkürlich gewählt, die Bilder aus dem Internet geklaut, die Wohnung gehört jemand anderem - oder existiert gar nicht.

Immer öfter sind solche Privat-Annoncen auf Immobilien-Plattformen zu finden, in den letzten Tagen leider auch fünf Mal hier auf derStandard.at/Immobilien. Die Inserate wurden selbstverständlich sofort nach Bekanntwerden der dahinterstehenden Betrugsabsicht gelöscht; weil sich die Gauner aber immer wieder unter neuen Namen anmelden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass weiterhin sorglose Wohnungssuchende Kontakt mit den Betrügern aufnehmen.

"... here are a lot of peoples interested ..."

Diese gaben etwa vor, in Athen oder - wie bei mehreren in der Schweiz aufgetretenen Fällen - in London zu sitzen und dort auch die nächsten Jahre über bleiben zu wollen, weshalb man die jeweilige Wohnung in Wien, Linz oder Zürich vermieten wolle. Geschrieben wird meist in etwas holprigem, jedenfalls fehlerbehaftetem Englisch - und es wird Druck gemacht: Es gäbe sehr viele Interessenten, man müsse sich rasch entscheiden.

Die vermeintliche günstige Traum-Wohnung vor Augen, wirft man dann allzu schnell die eine oder andere Grundregel des Internet-Zeitalters über Bord. Die wichtigste davon ist: "Wenn ein Geschäft zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist das meistens auch der Fall."

Warnungen ernst nehmen

Höchste Vorsicht ist jedenfalls geboten, wenn der angebliche Vermieter keine Postanschrift und keine Telefonnummer angibt. Generell gilt: Leisten Sie keine Vorauszahlungen, wenn Sie Ihr Gegenüber nicht kennen. Die Western Union Bank, über die die Geldtransfers auf Wunsch der Betrüger abgewickelt werden sollen, warnt grundsätzlich davor, Geld an Fremde oder Unbekannte zu überweisen, und stellt klar, dass "der Geldversand durch ein Geldtransferservice der Übergabe von Bargeld entspricht" (siehe Link). Auch Paketdienste wie TNT warnen auf ihren Websites vor Vorauszahlungs-Betrügern.

Neben Österreich und der Schweiz sind auch aus Deutschland, Frankreich und Spanien bereits ganz ähnliche Wohnungs-Betrugsfälle bekannt. Wer zahlt, hat kaum eine Chance, sein Geld wieder zu sehen: Die Betrüger tauchen ab, sind nicht mehr erreichbar, die "Kaution" ist futsch. (red, derStandard.at, 27.10.2009)

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9 Postings

Heute fand auch ich so einen rental fraud bei immobilienscout24.at:

Chris Junior
Architect
28 Little Russell,London,WC1A 2HN, United Kingdom
chris-junior2008@hotmail.com

Schade ...

... dass es immer wieder neue Betrugsmaschen gibt!

Keine Prüfung vor Freischaltung?

Mich wundert es, dass keine Prüfung des Inserates vor der Freischaltung erfolgt. Auf anderen Seiten wird das so gemacht. Dauert dann meist ein paar Minuten, bis das Inserat sichtbar ist. Im Sinne der Qualiätssicherung sollte es das aber wert sein.
Aber so kann man wenigstens wieder einen Beitrag drüber schreiben. ;-)

die lustigen betrüger

vorzugsweise hier:

http://oesterreich.kijiji.at/f-Immobil... QQCatIdZ39



"Eine 50-Quadratmeter-Mietwohnung mitten in der Stadt, voll möbliert und ausgestattet mit Flachbild-Fernsehgerät, Hifi-Set und DVD-Player, Balkon und kostenlosem Internet. Alles zusammen um 300 Euro monatlich, inklusive aller Betriebskosten und provisionsfrei."

Wer auf so etwas reinfällt muss schon ziemlich hirntot sein ^^

Sie werden nicht glauben, wie viele Menschen davon ausgehen,

dass 300 bereits viel zu viel Miete fuer 50 m2 sind... ;)

also ich geh davon aus, dass 300€ für 50m² zu viel miete sind

wenn auch die realität anders aussieht. wenn die wohnung aber voll möbliert, mit allem erdenklichen luxus ist - dann ist es eindeutig zu wenig.
die sache klingt wie der millionentransfer aus nigeria, der über das eigene konto abgewickelt werden soll - für ordentliche provision...

also wenn Ihnen 300 Euro fuer 500 m2 zu viel sind,

dann sollten Sie sich halt vom Leasingauto um 500 pro Monat trennen... Unglaublich. Natuerlich kommt es drauf an, wenn Sie gemeint haben, Sie waeren in 50 m2 nicht A Kategorie, sondern null Kategorie dann ist es natuerlich etwas anderes.

also wenn sie im mrg bereich eine wohnung haben dann werdens wohl mit den 300 nettomiete nicht weit weg liegen. betriebskosten und ust kommen halt noch dazu. und dann ist man auch gleich mal auf 400 und mehr.

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