Stevens fordert Reaktion seiner Elf

27. Oktober 2009, 18:33
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Niederländer vor dem Auswärtsspiel in der Stahlstadt: "Mannschaft steht in der Pflicht" - LASK setzt gegen Meister auf Offensive

Linz/Salzburg - Meister Red Bull Salzburg ist nach einem Durchhänger in der Fußball-Bundesliga gegen den LASK auf Wiedergutmachung aus. Nach zwei sieglosen Runden forderte Trainer Huub Stevens von seiner Mannschaft eine "Reaktion". "Nach der Leistung gegen Ried steht die Mannschaft in der Pflicht", erklärte der Niederländer vor dem Auswärtsspiel in der Stahlstadt am Mittwoch (18.30 Uhr/live Sky) unmissverständlich. Die Oberösterreicher gehen ihrerseits mit der Devise "Angriff ist die beste Verteidigung" in die Heimpartie.

Das 1:1 gegen die SV Ried stieß Stevens auch zwei Tage nach der Partie noch sauer auf. "So etwas darf nicht mehr passieren", meinte der Salzburg-Coach, dem wie beim 0:1 gegen die Austria weiter die Startschwierigkeiten seiner Elf ein Dorn im Auge sind. Von einem Pflichtsieg auf dem Weg zur Titelverteidigung wollte Stevens allerdings nicht sprechen, "und auch nicht davon, dass wir unsere Bemühungen im Kampf um den Titel nach den letzten zwei Spielen einstellen. Es sind noch so viele Spiele zu spielen".

"Drei Spiele pro Woche ohne Wenn und Aber"

Eine Überspieltheit der in der Europa League äußerst erfolgreichen Salzburger wollte der 55-Jährige nicht erkannt haben. Mit der Doppelbelastung der englischen Wochen müsse man als Fußball-Profi leben. "Eine Müdigkeit darf und kann es nicht geben, auch keine geistige. Ein Profi muss drei Spiele in der Woche ohne Wenn und Aber spielen können." Eine Rotation sei nur bei triftigen Gründen angedacht.

Ein Fragezeichen stand vor der Partie in Linz noch hinter dem Einsatz von Abräumer Schiemer, den eine Leistenverletzung plagt. Der nach seiner Sperre wieder verfügbare Pokrivac und Janko werden trotz leichter Erkrankungen einlaufen können. Vom LASK sei laut Stevens ein offensives Auftreten zu erwarten: "Sie haben unter anderem mit Wallner Spieler, die jederzeit ein Spiel entscheiden können, und darauf müssen wir uns einstellen."

Linzer Doppelspitze

Dieser Expertise zum Trotz zeigten die Athletiker erst am Sonntag mit einem 0:3 gegen die Austria eine offensiv mehr als dürftige Vorstellung. Die Umstellung von zwei auf einen Stürmer soll nach dem ersten Saisonspiel ohne einen Linzer Treffer aber bereits Geschichte sein. "Wir sind eine Mannschaft, die nicht auf den Gegner warten kann, wir können uns nicht verstecken. Wir sind eine Mannschaft, die einen zweiten Stürmer braucht", meinte Trainer Matthias Hamann. Mayrleb, der sich von seiner Knieblessur erholt hat, soll gegen die "Bullen" den Platz neben Wallner einnehmen.

Nach einem Zwischenhoch befindet sich der LASK als Siebenter mitten im Tabellenmittelfeld und laut Hamann auch "dort, wo wir hingehören". "Gegen Austria und Salzburg wären es sowieso nur Zusatzpunkte", erklärte der Coach, der nach vier sieglosen Runden in den Spielen gegen Salzburg und Kapfenberg auf einen "Turnaround" hofft. Den Druck sieht Hamann eher auf den Gästen lasten: "Salzburg darf sich keine weiteren Ausrutscher mehr leisten."

Die Statistik spricht jedenfalls klar für den regierenden Meister: Seit sieben Spielen sind die Mozartstädter gegen die Linzer ungeschlagen, zuletzt gab es sechs Siege en suite mit einem Torverhältnis von 15:3. Seit ihrem Wiederaufstieg 2007 haben die Oberösterreicher nur eines von neun Spielen, ein 4:1 am 7. Oktober 2007, für sich entschieden. (APA)

LASK Linz - Red Bull Salzburg (Stadion der Stadt Linz, 18.30 Uhr/Sky Einzelspiel, SR Stuchlik). Bisheriges Saisonergebnis: 2:3 (a). 2008/09: 0:1 (a), 0:2 (h), 0:3 (h), 1:2 (a).

LASK: Zaglmair - Bubenik, Alunderis, Margreitter/Kobleder, Rasswalder - Metz, Majabvi, Prager, Saurer - Wallner, Mayrleb
Ersatz: Höbarth - Chinchilla-Vega, Piermayr, Hart, Bichelhuber, Panis, Pichler
Fraglich: Margreitter (Sprunggelenk), Saurer (Becken)
Es fehlen: Cavlina (Adduktorenabriss), Salmutter, Weissenberger (beide verletzt)

Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer - Schiemer/Aufhauser - Tchoyi, Leitgeb, Pokrivac, Svento - Janko
Ersatz: Arzberger - Dudic, Opdam, Augustinussen, Cziommer, Vladavic, Zickler
Fraglich: Schiemer (Leistenprobleme)
Es fehlen: Nelisse, Pitak, Mahop (alle langzeitverletzt)

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    Stevens: "Eine Müdigkeit darf und kann es nicht geben, auch keine geistige. Ein Profi muss drei Spiele in der Woche ohne Wenn und Aber spielen können."

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