Raiffeisen International verschärft Sparkurs in Ungarn

27. Oktober 2009, 14:11
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20 der insgesamt 161 ungarischen Filialen werden geschlossen, Mitarbeiterabbau inklusive

Budapest - Die börsenotierte Raiffeisen International (RI), Ostholding der Raiffeisen Zentralbank (RZB), wird am kommenden Freitag 20 der insgesamt 161 Filialen in Ungarn schließen. Ein RI-Sprecher in Wien bestätigte am Dienstag diesbezügliche ungarische Medienberichte. Der Sparkurs in Ungarn wurde verschärft: Nachdem bereits im März 2009 der Abbau von 315 Stellen oder acht Prozent der Bankmitarbeiter angekündigt wurde, ist im August eine weitere Personalkürzung zwischen 8 und 10 Prozent in Aussicht gestellt worden.

Die im Sommer angekündigten Filialschließungen werden unter anderem mit sinkenden Kundenbesuchen begründet. "Es läuft seit längerem ein Effizienzsteigerungsprogramm in Ungarn, das leider auch mit Mitarbeiterabbau verbunden ist", so der RI-Sprecher. Man versuche die Infrastruktur an die "wirtschaftlichen Verhältnisse" anzupassen. Die gesamte RI-Gruppe hatte in Ungarn im Halbjahr 2009 rund 3.600 Mitarbeiter.

Im Jänner 2009 wurden in Ungarn zwei Filialen eröffnet, 2008 waren es noch 24. Aufgrund der Wirtschaftskrise würden alle Standorte auf ihre Effizienz geprüft. Ob es weitere Filialschließungen geben werde, gab der Sprecher nicht bekannt und verwies auf die Veröffentlichungen zum dritten Quartal 2009 Mitte November.

Auch in der Ukraine gibt es Filialschließungen. Seit der Wirtschaftskrise seien knapp über 90 Filialen geschlossen worden, hieß es aus der RI-Zentral in Wien. Im März 2009 wurde der Abbau von 10 Prozent bzw. 1.800 Mitarbeitern bei der ukrainischen RI-Tochter Aval Bank bekanntgegeben. (APA)

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