Auf der Jagd nach FilesharerInnen

27. Oktober 2009, 14:25
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Schweizer Firma heftet sich mit einem Pool spezialisierter Anwälte und entsprechender Software an die Fersen der P2P-NutzerInnen

In einer Aussendung warnt das Schweizer Unternehmen Logistep UrheberrechtsinhaberInnen vor den Gefahren im Netz: "Zunehmende Digitalisierung treibt die Anzahl der Urheberrechtsverletzungen im Internet in die Höhe. Diesem Trend tritt eine neue Branche entgegen: Computer-Forensik nutzt die Möglichkeiten elektronischer Datensicherung im Sinn des Urheberrechts."

"Mit einem Pool von Anwälten"

"Im Auftrag ihrer Kunden ermitteln und bekämpfen die Schweizer gemeinsam mit einem Pool spezialisierter Anwaltskanzleien Urheberrechtsverletzungen im Netz, vorwiegend in so genannten Peer-to-Peer-Netzwerken. Mit der eigens entwickelten Software File Sharing Monitor stellt Logistep Rechtsverstöße in Echtzeit fest und dokumentiert sie beweissicher. Als Markenzeichen des Programms gilt die hohe Zuverlässigkeit, mit der es illegale Datentransfers protokolliert. Ob IP-Adresse, Name und Hash-Wert der Datei, Größe des geschützten Werkes, User-Name oder GUID, nichts bleibt dem Programm verborgen."

Abmahnwelle?

Ob es sich bei der Ankündigung und dem erwähnten Pool aus Anwälten um die Vorboten einer neuen Abmahnwelle handelt, wird sich erst in einiger Zeit weisen. Logistep selbst behauptet zumindest, dass stichfeste Beweise geliefert werden können – "ein Novum in den bisherigen Ermittlungen gegen Daten-Piraterie. 2008 einer Novellierung unterzogen, ermöglicht das Urheberrechtsgesetz fortan bei Online-Vergehen zivilrechtliche Verfahren. Diese führen auf Schutzrechtsverletzungen spezialisierte Anwaltskanzleien durch, mit denen Logistep kooperiert."

Das sonnige Netz-Piratentum

"Die Tage des sonnigen Netz-Piratentums sind gezählt", so Leszek Oginski, CEO der Logistep AG. "Nutzer einschlägiger Freibeuter-Börsen seien also gewarnt: Mit Datenermittlung derart hoher Qualität steht Urhebern ein wirksames Instrument zur Verfügung, um ihre Rechte notfalls auch vor Gericht einzuklagen und für die Zukunft zu sichern." Man darf gespannt sein, ob sich diese Ankündigungen auch bewahrheiten werden.(red)

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