Mobilität kommt Österreichern teuer

27. Oktober 2009, 13:36
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Bei den Spritkosten kommen die Österreicher günstig davon. Was Autofahren teuer macht, sind die hohen Anschaffungskosten

Wien - Die Österreicher haben nicht nur einen höheren Lebensstandard als der EU-Schnitt, sie zahlen auch mehr fürs Autofahren. Was weniger an den Spritkosten liegt, da fahren die heimischen Autofahrer nämlich im Ländervergleich ganz günstig. Was Autofahren hierzulande teuer macht sind die hohen Anschaffungskosten des geliebten fahrbaren Untersatzes, geht aus der Studie "EuroMobil" hervor, die der Europäische Automobil Club (EAC) erstellt hatte.

Demnach ist Mobilität in der Alpenrepublik 35 Prozent teurer als im EU-Schnitt (kaufkraftbereinigt) Verglichen wurden die monatlichen Mobilitätskosten (Stand: März 2009). Diese machen in Österreich 487 Euro aus, in Deutschland 427 Euro und im EU-Schnitt 360 Euro.

ARBÖ-Generalsekretär Peter Stuppacherer meinte am Dienstag in einer Aussendung, dass es den Autofahrern "herzlich wenig bringt, dass in der politischen Diskussion immer nur auf die Spritkosten hingewiesen wird, die als einzige Kostenart bei uns etwas günstiger ist". "Das ist irreführend und damit höchst unseriös", so Stuppacherer.

Gekauft wird trotzdem

In den Zulassungsstatistiken hat sich der finanzielle Druck auf die Autofahrer jedenfalls nicht niedergeschlagen. Trotz der größten Wirtschaftskrise in der Zweiten Republik wurden im ersten Halbjahr gerade einmal um 1,6 Prozent weniger Autos verkauft. Die vom Steuerzahler finanzierte Verschrottungsprämie hatte zu einem Ansturm auf die Händler geführt, wobei die Prämie von 1.500 Euro für ein Altauto nicht einmal zehn Prozent des Neupreises des Lieblingsautos der Österreicher, dem VW Golf, ausmachte.

Mittlerweile haben 76 Prozent der Haushalte in Österreich einen Pkw. Macht insgesamt 4,28 Millionen Fahrzeuge. Gleichzeitig gehen die Österreicher immer weniger zu Fuß. "In den Jahren 1983 bis 1995 ging der Anteil des Gehens in Österreich von 30 auf 27 Prozent zurück. Bis zum Jahr 2007 sank er auf 18 Prozent", so der VCÖ in seiner aktuellen Clubzeitschrift. (APA)

 

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    Mobilität ist in der Alpenrepublik 35 Prozent teurer als im EU-Schnitt: Die Österreicher lassen sich aber ihren fahrbaren Untersatz trotzdem nicht vermiesen.

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