Bayer-Ergebnis steigt minimal

27. Oktober 2009, 09:19
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Analystenprognose wurde im Quartal leicht übertroffen

Frankfurt - Bayer zeigt sich weiter robust in der Krise und stellt sich allmählich auf bessere Zeiten ein. "Wir sind sehr zufrieden, die Trendwende geschafft zu haben, obwohl viele Branchen noch unter der Wirtschaftskrise leiden", erklärte Bayer-Chef Werner Wenning am Dienstag. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen nahm im dritten Quartal minimal um 0,4 Prozent auf 1,499 Milliarden Euro zu. Analysten hatten mit lediglich 1,471 Milliarden Euro gerechnet. Seinen Umsatz- und Ergebnisausblick für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern.

Der in den Bereichen Arzneimittel, Kunststoffe und Agrarchemie tätige Konzern setzte im Zeitraum Juli bis September 7,392 Milliarden Euro um - das ist ein Rückgang um sieben Prozent. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 249 Millionen Euro, was 10,1 Prozent weniger ist als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr 2009 peilt die Konzernspitze weiterhin an, den Rückgang des bereinigten Ebitda auf etwa fünf Prozent zu begrenzen. Beim Umsatz rechnet Bayer wie bisher mit 31 bis 32 Milliarden Euro nach 32,92 Milliarden Euro im Jahr 2008.

Die Gesundheitssparte HealthCare steigerte das Ergebnis im Vorjahresvergleich. Der von der Konjunkturkrise arg getroffene Kunststoffbereich MaterialScience verzeichnete zwar binnen Jahresfrist einen Ergebnisrückgang, im Vergleich zum zweiten Quartal hat die Sparte ihr Ergebnis aber fast verdoppelt. Schwach entwickelte sich dagegen die Agrarchemie. Hier brach der operative Gewinn deutlich ein. Für das Gesamtjahr stutzte Bayer daher das Renditeziel für den Bereich CropScience. Nunmehr wird eine operative Rendite (Ebitda-Marge) vor Sondereinflüssen von 23 bis 24 Prozent erwartet. Bisher waren 25 Prozent in Aussicht gestellt worden. (Reuters)

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