Sechsergruppe will in Atomgesprächen weiter Druck auf Iran ausüben

27. Oktober 2009, 06:32
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Indirekte diplomatische Kritik an Russland

Washington - Die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland wollen bei den Atomgesprächen mit dem Iran weiter Einigkeit demonstrieren und den Druck auf Teheran aufrechterhalten. Das sagte US-Außenamtssprecher Ian Kelly am Montag (Ortszeit) in Washington nach einer Telefonkonferenz der sogenannten Sechsergruppe. Der Tenor des Gesprächs war demnach, dass bei den Verhandlungen zwischen den USA, Großbritannien, China, Russland, Deutschland und dem Iran weiter "Einigkeit" nötig sei. Russlands Vize-Außenminister Sergej Riabkow hatte zuvor für "höchste Geduld" mit dem Iran geworben.

Der Iran hatte am Montag Bereitschaft signalisiert, einen Teil seiner Uran-Vorräte im Ausland anreichern zu lassen. Nach Angaben von Außenminister Manushehr Mottaki will die Regierung in "einigen Tagen" ihre Entscheidung zu einem Vertragsentwurf der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bekanntgeben, in dem Teheran aufgefordert wird, bis zum Jahresende 1.200 Kilogramm Uran zur Anreicherung an Russland zu liefern. Damit soll verhindert werden, dass der Iran das Uran selbst weiter anreichert, um waffenfähiges Material zu erhalten. (APA)

 

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