Erstrunden-Out für Koubek

26. Oktober 2009, 21:40
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Nach 1:0-Satzführung gegen Portugiesen Frederico Gil ausge­schieden - "Da war viel mehr drinnen"

Wien - Stefan Koubek hat am Montagabend auf seinem erhofften Weg zurück in die Top 100 einen neuerlichen Rückschlag erlitten. Der 32-jährige Kärntner musste sich in der ersten Runde der Bank-Austria-Trophy dem Portugiesen Frederico Gil nach fast zwei Stunden mit 6:4,4:6,4:6 geschlagen geben und schied damit wie im Vorjahr gleich zum Auftakt aus. Am Dienstag folgen mit Jürgen Melzer und Andreas Haider-Maurer die nächsten ÖTV-Spieler, am Mittwoch bestreitet Daniel Köllerer sein erstes Match am Vogelweidplatz.

Eigentlich hatte man Koubek, obwohl er nur noch die Nummer 114 der Welt ist, gegen die Nummer 70 durchaus einen Sieg zutrauen können. Auch Koubek selbst, der möglicherweise zum letzten Mal in der Stadthalle zu sehen war, hatte sich gegen den Sandplatz-Spezialisten aus Portugal doch mehr ausgerechnet. Für den Kärntner wäre es wichtig gewesen, erstmals seit seinem Erstrunden-Sieg in Wimbledon wieder auf der ATP-Tour zu punkten.

"Besonders bitter für mich"

"Da war viel mehr drinnen. Das ist kein Künstler, er ist ein talentierter Spieler und eigentlich einer, der mir liegt. Gegen so einen zu verlieren, ist besonders bitter für mich", sagte ein sichtlich enttäuschter Koubek. Im ersten Satz hatte sich der Wahl-Wiener noch von einem 1:3-Rückstand zum Satzgewinn gekämpft, in den darauffolgenden Sätzen musste er ebenfalls frühe Breaks zulassen: "Dann bin ich nur noch hinterhergelaufen."

Koubek weiß natürlich, dass er mit bald 33 nicht mehr allzu viele Möglichkeiten haben wird, sich in der Stadthalle zu präsentieren. "Ich habe nicht einmal annähernd an meine Trainingsleistungen angeknüpft, auch mit dem Aufschlag 'dokter' ich jetzt schon seit Ewigkeiten herum. Es ist viel zu unkonstant."

Der Kärntner hat jetzt nur noch fünf Challenger in diesem Jahr, wo er noch viele Punkte machen muss, um sein Ziel, doch noch in den Hauptbewerb für die Australien Open zu rutschen, zu verwirklichen. Er spielt der Reihe nach in Eggenthal, Aachen, Bratislava, Helsinki und Salzburg, lässt das Jahr bei Tennis-Trophy in St. Anton ausklingen.

Ob die Bank-Austria-Trophy 2009 seine elfte und letzte war? "Es kann sein. Wenn ich nächstes Jahr um die Zeit auf 400 stehe, werde ich wahrscheinlich nicht mehr spielen und da brauche ich gar nicht mehr um eine Wild Card anfragen. Ich hoffe natürlich, dass ich mich irgendwann noch einmal 'derrappel'", erklärte er. (APA)

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    Koubek über seinen Gegner: "Eigentlich einer, der mir liegt."

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