Zugeständnis an Klaus erlöst den EU-Vertrag

26. Oktober 2009 17:49

Tschechiens Präsident zufrieden mit Protokollanmerkung ohne Wirkung auf EU-Bürger

Der tschechische Präsident Václav Klaus steht offenbar kurz davor, den EU-Vertrag von Lissabon doch noch zu unterschreiben. Damit wäre der neue Vertrag dann von allen 27 EU-Mitgliedstaaten ratifiziert und könnte, wie geplant, mit Jahreswechsel in Kraft treten.

Dieses Szenario für die kommenden Tage zeichnete sich am Montag zu Beginn eines zweitägigen Treffens der EU-Außenminister in Luxemburg ab. "Die schwedische Ratspräsidentschaft hat anscheinend einen Vorschlag gefunden, der in Prag akzeptabel wäre" , nun müsse sichergestellt werden, dass der Vertrag als solcher davon nicht berührt ist, erfuhr der Standard. Demnach dürfte es im bereits bestehenden Protokoll Nummer 30 zum EU-Vertrag, das Ausnahmen für Polen und Großbritannien vorsieht, einen kleinen Zusatz geben, der auf Tschechien hinweist. Polen wollte mit dem Zusatz sein Abtreibungsverbot sichern, die Briten das Streikrecht verhindern.

Wie berichtet, verlangt Klaus die Versicherung, dass sich aus der neuen europäischen Grundrechts-charta keine Ansprüche in Zusammenhang mit den Beneš-Dekreten ableiten lassen. Experten sehen das jedoch als reine Spiegelfechterei, weil EU-Recht in dem Fall ohnehin keine direkte Wirkung auf nationale Bodenrechte habe.

Der österreichische Außenminister Michael Spindelegger betonte, dass aus österreichischer Sicht zwei Dinge entscheidend wichtig seien: "Keine Änderung des bestehenden Lissabon-Vertrages, keine Rechtfertigung der Beneš-Dekrete durch irgendwelche EU-Akte."

Kein Freibrief für Klaus

Österreich trat neben Deutschland mit am stärksten dafür ein, dass gegenüber Tschechien keine Zugeständnisse gemacht werden, die die Sache der Beneš-Dekrete auf europäischer Ebene verankern. Klaus hatte in der Vergangenheit davon gesprochen, dass er sogar Garantien verlange, wonach die Union diese Dekrete zu den Vertreibungen und Enteignungen der Sudetendeutschen nach dem Krieg anerkennen sollte.

Am Wochenende hieß es nun jedoch aus der Kanzlei von Klaus auf der Prager Burg, der Vorschlag des EU-Ratsvorsitzes "stimmt mit den Wünschen des Präsidenten überein" . Schwedens Premier Fredrik Reinfeldt begrüßte das Einlenken.

Laut Spindelegger werde klargestellt, dass die Einschränkungen von den Grundrechten in der Charta nicht für Bürger der Union außerhalb Tschechiens gelten.

Die EU-Außenminister sollten bei ihrer Sitzung den EU-Gipfel Donnerstag und Freitag in Brüssel vorbereiten. Ob dabei bereits erste Personalentscheidungen nach den Vorgaben des neuen Lissabon-Vertrages fallen, ist nicht ganz klar, aber auch nicht ausgeschlossen. Alles hängt davon ab, wie die Höchstrichter in Brünn heute, Dienstag, zur Klage von tschechischen Senatoren gegen den Lissabon-Vertrag entscheiden. Weisen sie die Klage direkt ab, wäre Zeit für Klaus, den Lissabon-Vertrag noch vor Ende des EU-Gipfels am Freitag zu unterzeichnen.

Die Staats- und Regierungschefs könnten dann erstmals darüber beraten, wer EU-Präsident und wer der erste "EU-Außenminister" wird. Wenn nicht, gibt es dazu im November einen Sondergipfel. (Thomas Mayer aus Luxemburg/DER STANDARD, Printausgabe, 27.10.2009)

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Alexander Patjomkin
29.10.2009 22:13
Was auch immer die Diplomaten ausbrüten,

die Tatsache, das die Tschechen wesentlich mehr Deutschen aufs Gewissen haben als umgekehrt, blebt aufrecht. Von Materielles gar nicht zu reden.
Nur die Deutschen haben nach dem Krieg nicht mehr gemordet...

el dus
 
27.10.2009 20:24
.............kein Einfluß auf nationale Bodenrechte ??

Bei der Vertreibung wurde nicht nur Grund und Boden sondern alles mögliche andere enteignet. Wenn nur nationale Bodenrechte unbeeinflußt bleiben, würde ich mir als tschechischer Präsident ziemlich große Sorgen machen ........

loco monk
 
30.10.2009 02:31
glauben sie?

glauben sie, dass die tschechen mehr als 350.000 deutsche ermordet haben? hmmm...

gefühlte Inflation
27.10.2009 10:44
Was für eine Schmierenkömödie!

Österreich und Deutschland müssen jetzt sofort einen Zusatz zum Vertrag des Inhalts fordern, dass der Zusatz für Tschechien für Österreich und Deutschland nicht gilt.

Grundrechte sind absolut, somit unantastbar, unteilbar und nicht relativierbar.

1116er
27.10.2009 09:35
damit klaus unterschreibt,

hätte der zusatz auch lauten können:
"klaus ist der größte, beste und schönste überhaupt"

Orakel1
27.10.2009 10:13
Totale Einigkeit. Seine Eteilkeit wurde befriedigt.

zimbo
 
27.10.2009 09:20
ohne Wirkung auf EU-Bürger ?

Wie lächerlich.Soll wohl suggerieren, dass er eigentlich gar nicht geändert wurde.

Orakel1
27.10.2009 10:18
Dann sollten Sie die Wirkung auf die EU-Bürger auch benennen.

Sonst geben sich mit Ihrem subjktiven Herrschaftwissen zufrieden, das objektiv nicht der Wahrheit entspricht.

Super-Senf
27.10.2009 09:14

Toll da wird gefeilscht bis zum geht nicht mehr. Ich dachte der Vertrag wäre für alle gleich? Und da ist der noch nicht mal in Kraft wird schon für einzelne Länder ausgebessert was das Zeug hält !

Österreich könnte seine Nettozahlungen einstellen wiso wird sowas nicht im Vertrag aufgenommen ?

höt döc
27.10.2009 08:59
hier sieht man

wer EU-reif ist.

Hansi Huber
27.10.2009 08:46
Arme Kronenzeitung

Da hat sie mit Klaus den Helden gefunden, der den "Schadvertrag" der bösen EU verhindern möchte, doch dann möchte der gerade die Benes Dekrete damit absichern. Was nun? Eigentlich sollte man ja Klaus zujubeln, aber die Sache mit den Benes Dekreten bekommt dann doch vielleicht jemand mit. Schwierige Lage.

Nun hat die Krone beides: den Lissabon Vertrag und die Benes Dekrete. Immerhin kann Wolf Martin nun wieder reimen...

1116er
27.10.2009 09:38
onkel hans ist kurz vorm verzweifeln.

nicht nur sein klaus ist eine enttäuschung.

auch der neffe erfüllt die in ihn gesteckten hoffnungen nicht, mit der pröllokratie wird es auch nichts.

na wenigstens gibt es noch die ausländer. die sind zuverlässig da, wenn man jemand zum einprügeln braucht!

soseies
27.10.2009 08:30
komisch.....kein einziges posting...jeder veweis auf die meldung, dass us präsident obama letzten freitagnacht den notstand in den usa wegen der schweinegrippe ausgerufen hat...ist nicht durch die zensur gekommen..


was erweiterte rechte der exekutive..bis hin zur zwangsimpfung und inhaftierung von menschen die diese verweiger..zur folge hat

wenn der lissabon vertrag ratifiziert ist, hat die eu die gleichen möglichkeiten!

ps: aktuell wird vom us kongress wegen der schweinegrippe eine internetdrosselung zu gunsten der wirtschaft in den usa verlangt, weil evtl. alle kranken plötzlich nur noch im internet surfen und so das netz überlasten könnten...

"Private Internet-Provider müssen mit staatlicher Genehmigung die beliebtesten Websites blockieren oder die Heim-Übertragungsraten in die Wohnungen reduzieren können, um Platz für den Handel zu machen."

http://tinyurl.com/yf83xgp

http://tinyurl.com/yhoz7to


ein schelm, wer böses denkt..

Porqué no te callas?
27.10.2009 11:44

was für möglichkeiten hat "die eu" dann? den notstand auszurufen? das stimmt nicht. bist du fehlinformiert oder lügst du absichtlich?

und deine links ... naja, seriöse links hast du anscheinend nicht anzubieten, was?

aber wer auf schall und rauch reinfällt sagt eh viel über sich selbst aus.

TAFKAH - The Agent Formerly Known As Holec
27.10.2009 14:08

Die nationalen Pandemiepläne sind der Diktatur äquivalent - ich habe sowohl den deutschen als auch den österr. gelesen, da steht es Punkt auf Beistrich drinnen.
Viel Spaß also beim Lesen derselben, und danach wird Ihnen schlecht sein.

TAFKAH - The Agent Formerly Known As Holec
27.10.2009 14:07

Du hast KEINE Ahnung, mein Guter.
Informiere Dich, dann poste weiter.

_tom_
27.10.2009 10:51
"zwangsimpfung und inhaftierung"

Wie kommen Sie darauf, dass die EU nach dem Lissabon Vertrag Zwangsimpfungen und Inhaftierungen durchführen kann? Das ist ein totaler Blödsinn - aus der gleichen Kategorie wie das Schildlausjoghurt.

soseies
27.10.2009 11:46

dann beschäftigen sie sich mal mit der von der who ausgrufenen pandemiestufe 6...und der möglichkeiten der nationalstaaten daraufhin sonderverordnungen zu erlassen...

"Die WHO hat, im Falle der Pandemiestufe 6 (in der wir uns jetzt befinden), über die meisten Staaten dieser Welt rechtlich Befehlsbefugnis über das gesamte Gesundheitssystem, innere Sicherheitskräfte Polizei etc., sowie über das Militär und kann Zwangsimpfungen durch diese Organe anordnen…….Für manche mag dies unglaublich erscheinen, doch bitte recherchiert selbst."

also bitte..recherchieren sie selbst...mir würden`s ja nich glauben...

net-diver
 
27.10.2009 13:48
Hier...

... tut Recherche wirklich Not. Gehen Sie doch mal auf die Seite der WHO und informieren Sie sich und hören Sie auf hier unsinnige Paniktexte nachzuplappern.

TAFKAH - The Agent Formerly Known As Holec
27.10.2009 16:05
TAFKAH - The Agent Formerly Known As Holec
27.10.2009 15:40

omg - lesen Sie sich die nationalen Pandemipläne durch - dort stehen Dinge, da werden Sie Ihre Ohren anlegen; diese sind bereits aktiv, gemäß Stufe 6/WHO.
Die Diktatur ist errichtet und wird zizerlweise umgesetzt.
(Stichwort: Pandemieplan Österreich - viel Spaß!)

net-diver
 
28.10.2009 15:15
Das hat...

... nichts mit der EU und schon gar nichts mit dem L-Vertrag zu tun.

Was auch immer Sie hier an Verschwörungen in die nationalen Pandemiepläne hinein interpretieren wollen sei Ihnen vorbehalten.

TAFKAH - The Agent Formerly Known As Holec
28.10.2009 20:12

habe ich auch nicht behauptet, oder??

_tom_
27.10.2009 12:47
Auch das ist ein

kompletter Schwachsinn. "rechtlich Befehlsbefugnis über das gesamte Gesundheitssystem, Polizei, Militär" durch die WHO??

Im Übrigen hat das Ganze mit der EU und dem Lissabon Vertrag wohl auch nichts zu tun.

TAFKAH - The Agent Formerly Known As Holec
27.10.2009 16:04
Influenza Pandemieplan öSTERREICH aus dem Jahr 2005

http://www.bmg.gv.at/cms/site/... 6084167391

Runterladen - dann viel Spaß beim Lesen, falls Sie es kapieren.

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