Hedgefonds bietet höhere Abfindung für AUA-Aktien

26. Oktober 2009, 14:44
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Mit 1,50 Euro das Dreifache des Lufthansa-Angebots - Will später von Lufthansa mehr zurückholen

Hannover - Ein Hedgefonds will von der Lufthansa eine höhere Abfindung für die verbliebenen Aktien der übernommenen österreichischen Fluglinie AUA herausholen. Lufthansa bietet den Eignern von noch ausstehenden rund vier Millionen AUA-Aktien je 50 Cent. Der Hedgefonds EXchange Investors wolle den AUA-Aktionären 1,50 Euro je Aktie zahlen, teilte der Investor am Montag mit und spekuliert darauf, später mehr von Lufthansa dafür zu bekommen. Die Aktionären vorenthaltene Gesamtsumme bezifferte EXchange Investors auf knapp 17 Mio. Euro. Lufthansa lehnte eine Stellungnahme ab.

Bei seinem Anfang September abgelaufenen Übernahmeangebot für AUA hat Lufthansa 4,49 Euro je Aktie gezahlt. Dieser Preis hatte sich gesetzlichen Grundlagen entsprechend an der Aktienkursentwicklung in den Monaten vor der Bekanntgabe des Übernahmeofferts im Dezember 2008 orientiert. Dass Lufthansa für die Zwangsabfindung nur noch ein Neuntel des damaligen Preises zahlen will, orientiert sich nun an der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung der Fluglinie.

Die Zwangsabfindung soll bei einer noch einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung Mitte Dezember entschieden werden. Die Lufthansa verfügt über 95,4 Prozent des Aktienkapitals. Nach einem monatelangen Tauziehen mit der Wettbewerbsbehörde hat die Lufthansa Ende August grünes Licht für den Kauf der finanziell angeschlagenen AUA bekommen. Mit der Übernahme steigt die Lufthansa zur größten Fluglinie Europas auf. (APA/Reuters)

 

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