AIG schüttet Füllhorn über Manager aus

25. Oktober 2009, 19:31
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Der mit Steuermilliarden vor der Pleite gerettete Versicherer bedachte Topmanager mit 12,1 Millionen Dollar Boni

Washington - Der mit Steuermilliarden vor der Pleite gerettete US-Versicherungsriese AIG hat einer Gruppe von Topmanagern 12,1 Millionen Dollar (8,06 Mio. Euro) an Bonuszahlungen zukommen lassen. Wie am Wochenende aus einem Dokument des Unternehmens an die Börsenaufsicht SEC hervorging, zahlte AIG am Freitag vier Millionen Dollar an vier Führungskräfte, unter ihnen Finanzvorstand David Herzog, der mit einer Million bedacht worden sei. Eine weitere Gruppe von Mitarbeitern habe zusammen 8,1 Million Dollar erhalten.

AIG begründete die Bewilligung der vorübergehend "freiwillig" ausgesetzten Boni-Zahlungen demnach damit, dass andernfalls die Motivation der besten Kräfte des Unternehmens sinken und dies den Sanierungsbemühungen schaden könnte. Zudem gab das Unternehmen laut seinen Angaben an die SEC eine Abfindungszahlung an den im laufenden Jahr ausgeschiedenen Leiter in der Lebensversicherungssparte, Edmund Tse, frei. Laut "Wall Street Journal" soll er 14,4 Millionen Dollar bekommen.

Erst am Donnerstag hatte die US-Regierung bekanntgegeben, die Gehalts- und Bonuszahlungen an Spitzenmanager von Krisenunternehmen künftig begrenzen zu wollen. Demnach müssen die 175 bestbezahlten Manager der sieben Unternehmen, welche die höchsten Staatshilfen in Anspruch genommen haben, mit Einbußen von 50 Prozent rechnen. Betroffen sollen neben den Topmanagern von AIG auch die Chefs von Bank of America, Citigroup, General Motors, GMAC, Chrysler und Chrysler Financial sein. Deren Gehälter sollen nach Regierungsangaben durchschnittlich um 90 Prozent sinken. Allein AIG erhielt im vergangenen Jahr mehr als 170 Milliarden Dollar vom Staat, um einen Kollaps abzuwenden. (APA)

 

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    AIG erhielt im vergangenen Jahr mehr als 170 Milliarden Dollar vom Staat, um einen Kollaps abzuwenden.

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