Obama sprach mit Sarkozy und Medwedew

24. Oktober 2009, 22:50
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Alle Seiten haben Unterstützung für einen internationalen Kompromissvorschlag zur iranischen Urananreicherung bekräftigt

Washington - US-Präsident Barack Obama hat sich im Streit um das iranische Atomprogramm am Samstag in Telefonaten mit der Führung Frankreichs und Russlands eng abgestimmt. Bei Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und Kremlchef Dmitri Medwedew hätten alle Seiten ihre Unterstützung für einen internationalen Kompromissvorschlag zur iranischen Urananreicherung bekräftigt, teilte das Weiße Haus am Samstag mit.

Die Umsetzung des Vorschlags müsse so rasch wie möglich beginnen, laute die einhellige Forderung. Medwedew und Obama hätten die Notwendigkeit einer gemeinsamen Haltung mit Blick auf den Iran betont, während der US-Präsident und Sarkozy in ihrem Gespräch ihre Übereinstimmung bekräftigt hätten, hieß es weiter.

Die Führung in Teheran hatte wissen lassen, dass sie erst in der nächsten Woche auf den Kompromissvorschlag zur Urananreicherung antworten wolle. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ian Kelly, hatte betont, dass es keine weiteren Verzögerungen mit der Antwort Teherans geben dürfe. Bei dem Vorschlag geht es um eine kontrollierte Anreicherung eines Großteils des iranischen Urans in Russland, das der Iran für einen Reaktor für medizinische Zwecke braucht.

Die Weltgemeinschaft befürchtet, dass der Iran heimlich den Bau der Atombombe anstrebt. Eine Einigung zur begrenzten Urananreicherung im Ausland wäre daher ein wichtiger vertrauensbildender Schritt und könnte die verfahrenen Atomverhandlungen wieder in Gang bringen. (APA)

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