Seit vier Jahren Warten auf einen ÖSV-Sieg

24. Oktober 2009, 11:57
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Hermann Maier siegte 2005 als letzter Österreicher - Benjamin Raich soll in seinem 300 Weltcup-Rennen Abhilfe schaffen. Routiniers Cuche und Svindal wollen dazwischen funken

Sölden - Am ersten Tag des Jahres mit Winterzeit steigt auf dem Söldener Gletschereis am Sonntag (9.45/12.45 MEZ) der erste Herren-Riesentorlauf der Saison. Vorjahressieger Daniel Albrecht fehlt verletzungsbedingt ebenso wie Bode Miller (Trainingsrückstand). Die ÖSV-Herren warten seit 2005, als Hermann Maier zum dritten Mal triumphierte, auf einen Erfolg.

Man baut auf Benjamin Raich. Denn der Tiroler ist nicht nur zum Teamleader aufgestiegen, er ist mit seinen 31 Jahren und 299 Weltcup-Starts auch längst ein Routinier. "Und in den vergangenen Jahren hat sich in Sölden immer ein Routinier durchgesetzt", weiß Herrenchef Toni Giger.Raich hat auch zuletzt bei den Zeitläufen im Mölltal den besten Eindruck hinterlassen. Zusammen mit Hannes Reichelt dominierte er die Läufe.

Auf dem Rettenbachferner reichte es in bisher neun Anläufen seit 1998 allerdings noch nie zu einem Podestplatz. Prinzipiell liegt der Söldener Steilhang Raich ja sehr: "Wie Adelboden oder Kranjska Gora, also alle schweren Hänge." Als Favoriten nennt Raich Aksel Lund Svindal, Didier Cuche und Weltmeister Carlo Janka.

Wenig Hoffnungen macht sich hingegen Christoph Gruber, im Vorjahr als Sechster immerhin zweitbester Österreicher hinter dem Vierten Raich. Danach lief bei dem Tiroler aber so viel schief, dass er mitten in der Saison sogar zu Head wechselte. Bisher mit mäßigem Erfolg. Nach dem Maier-Rücktritt betreut ihn dort der erfahrene Servicemann Roland Eder nun exklusiv.

Rainer Schönfelder verpasste die Qualifikation. Der ehemalige Slalom-Spezialist, der in der letzten Saison als Allrounder auf den Gesamt-Weltcup losgehen wollte, hat wegen anhaltender Beinschmerzen seinen Fokus nun auf die schnellen Disziplinen gelegt und viel Abfahrt trainiert. (red)

ÖSV-Herrenteam (10) für den Weltcup-Auftakt in Sölden: Romed Baumann, Stephan Görgl, Bernhard Graf, Christoph Gruber, Marcel Hirscher, Benjamin Raich, Hannes Reichelt, Mario Scheiber, Phillip Schörghofer, Florian Scheiber (Fixplatz über Europacup)

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